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Machen wir das Beste draus

Ein bisschen gewagt ist es schon, diesen Artikel in der Kategorie Womo-Leben unterzubringen, weil wir in diesem Jahr nur tageweise (Mallorca) oder wochenweise (Menorca)  im Wohnmobil leben. Aber ich wusste nicht, wohin sonst damit. Denn es ist nicht nur dieser blöde Virus, der uns in diesem Jahr in der Nähe unseres Zuhauses hält.

 

Zunächst hinderte uns wie viele viele Tausend andere auch Covid-19 am Reisen, und jetzt werden wir in der spanischen Familie mehr als sonst gebraucht, vor allem bei der Enkelbetreuung. Was indirekt auch mit Corona zusammenhängt.

 

Gezwungenermaßen  betrachteten wir also unser Zuhause neu und stellten fest, dass unser kleiner Balkon so ganz und gar nicht mehr zum Verweilen einlädt. Vor wenigen Jahren noch lobten Nachbarn die Menge und Vielfalt der Pflanzen auf unseren gerade mal 6 qm, uns erfreuten Geranien mich), Kakteen (Gabriel) und ein Kräutergärtchen (beide) in Hülle und Fülle.. 

 

Alles abgeschafft wegen zu langer Abwesenheit auf Reisen. Rausgerissen, verschenkt oder in den organischen Müll geworfen, damit wir niemanden mit Blumengießen etc. belasten müssen, was im mallorquinischen Sommer zu einer täglichen Beschäftigung ausarten kann. Und wenn trotz liebevoller Pflege doch ein Pflänzchen eingeht, kommt womöglich noch ein schlechtes Gewissen dazu, was wir niemandem antun wollen. Also loben wir dieser Tage die gerade Linie und den Minimalismus unseres Outdoor-Zimmers.

 

 

 

 

 

Dabei haben wir noch Glück. Wenigstens haben wir einen Balkon, auf dem wir bei einem Glas Wein von den zukünftige Reisen im Wohnmobil träumen können und die vergangenen angemessen verklären. Und sogar einen schönen kleinen Park vor der Haustür, in dem wir Nachbarn treffen, mit den Enkeln ein Eis auf der Bank schlecken und anderen bei sportlichem Tun zugucken können. 

 

Mit anderen Worten: Es geht uns gut, auch wenn wir das Unterwegs-Sein vermissen.

 

 

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