1. Teil unserer Reise 2026: ITALIEN

Vom 16. April bis ?

 

Zwischenstation FRANKREICH

Provence-Alpes-Côte d'Azur: 01| Tanneron

 

ITALIEN

LIGURIEN: 02| Dolceacqua - 03| San Bartolomeo al Mare/Cervo - 04| Spotorno

PIEMONT: 05| Cuneo - 06| Pinerolo - 07| Turin - 08| Avigliana - 09| Alessandria

EMILIA-ROMAGNA: 10| Piacenza - 11| Fontanellato - 12| Parma - 16| Ferrara - 17| Comacchio - 18| Ravenna - 19| Forlì

LOMBARDEI: 13| Mantua 

VENETIEN: 14| Soave - 15| Venedig/Murano

TOSKANA: 20| Pistoia - 21| Volterra - 22| Siena - 23| Rapolano Terme - 24| Montepulciano - 25| Torrita die Siena - 26| Pienza

LATIUM: 27| Viterbo - 28| Ronciglione -29| Rom -  30| Lido di Latina

KAMPANIEN: 31| Capua (Sant'Angelo de Formis) - 32| Pompeji

BASILIKATA: ab hier noch in Arbeit: 33| Satriano di Lucania - 34| Matera

APULIEN: 35| Oria

 

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ITALIEN


33| SATRIANO di LUCANIA

noch in Arbeit

32| POMPEJI

Wir verbrachten 2 Nächte auf dem Agricampeggio da Ciro, zahlten dafür je 35€ incl. V/E und Strom und waren recht angetan von der Größe der Parzellen, der Nähe zu dem alten Pompeji und der Hilfsbereitschaft des Betreibers. Und das nicht nur, weil er mir bei der Ankunft einen Limoncello anbot und bei der Abreise Zitronen schenkte.

 

Unsere Eintrittskarten zu je 25€ rechtigten zum Besuch der antiken Stadtruinen und der Misterienvilla außerhalb der Stadtmauern, auf eine Stadtführung und/oder Audiobegleiitung haben wir verzichtet. Kurz nach 9:00 Uhr betraten wir das Gelände und machten uns sofort auf den Weg in die Misterienvilla. Eine kluge Entscheidung, dann als wir sie verließen, schoben sich uns die Gruppen entgegen.

 

Misterienvilla - Anklicken zum Vergrößern

 

Wir waren gut drei Stunden unterwegs und hatten zum Glück trotz der Hitze feste Schuhe an, dann es geht holprig zu auf den alten Straßen und Treppen. Aber es lohnt sich! Die meisten Straßen sind schnurgerade angelegt mit Gehsteigen zu beiden Seiten der "Fahrbahn", auf denen mit Pferden, Eseln oder Sklaven Getreide und andere Waren oder Baumaterialien transport wurden. Sklaven oder Tiere waren es auch, die die Mahlsteine so lange im Kreis treten, bis aus dem Getreide Mehl wurde, aus dem im Ofen gleich nebenan das Brot gebacken wurde.

 

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31| CAPUA - Sant'Angelo in Formis

Uns war nach Ruhe, und die hatten wir hier zur Genüge, mit italienischen, deutschen und einem spanischen Nachbarn, mit Hühnern, Katzen, Hunden und anderem Getier.

Anstatt einer blieben wir drei Nächte und zahlten dafür je 15€, hätten wir das Badezimmer in Anspruch genommen, wären noch 5€ dazugekommen. Es gibt Wasser, aber keine Möglichkeit, Grau- und Schwarzwasser abzulassen. Für diese Situation ist das Mitführen einer 2. Kassette praktisch, dafür haben wir sie angeschafft.

 

 

N 41° 6' 52.95

E 14° 15' 7.88''

 

Zweimal sind wir mit dem Rad aufgebrochen, zum Einkaufen, zum Palast von Caserta und zum Colosseum in Capua. Beides ist gut zu erreichen über Nebenstraßen, streckenweise ging es aber auch durch dichten Verkehr, ohne Fahrradwege. Zumindest den Park des Palastes hatten wir besuchen wollen, aber die Online-Buchung versagte mehrfach, bis ich keine Lust mehr hatte. Darum nur ein Foto von außen.

 (05.06.26)

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30| LIDO di LATINA

Am Samstag bekamen wir auf dem Stellplatz Altamarea gerade noch einen Platz für eine Nacht, am verlängerten Wochenende mit Nationalfeiertag am Dienstag (02.06.) war alles ausgebucht. Bei dieser lauten Fülle und Enge wären wir freiwillig auch nicht länger geblieben, obwohl das italienische Familienleben ums uns herum durchaus interessant war. Und hilfsbereit, beim Herausmanövrieren sprangen sofort zwei Nachbarn herbei und halfen Gabriel, Maggie durch die Bäume aus der Parzelle zu lenken. Wir zahlten 25€ incl. V/E, Strom und Duschen extra.

 

Der kleine Prospekt, der mir an der Rezeption überreicht wurde, besticht durch eine extreme Anhäufung von Verboten wie kein Kochen außerhalb des Wohnmobils, strikte Einhaltung der Ruhezeiten etc., von denen kaum eines eingehalten wurde.

 

Auch die Umgebung lud uns nicht zum Bleiben ein, ist aber für Familien mit Kindern ideal. Einmal über die Straße und schon ist man am Strand, kann Liegen sowie Sonnenschirme mieten oder die eigenen mitnehmen und braucht keine Kurtaxe zahlen. Der Strand zieht sich kilometerweit, gegenüber reiht sich während der Saison ein Restaurant ans andere.

(03.06.26)

 

 

 

29| ROM

Wir verbrachten 2 ruhige und sichere Nächte in der Camper Stop Area am Stadtrand für 35€/24Std. incl V/E, Strom 5€ extra. Ein großer Vorteil war die Bushaltestelle fast gegenüber dem Eingangstor. Der Bus 118 bringt seine Passagiere für 1,50 € in die Stadtmitte, und nicht nur das. Es handelt sich um eine im Kreis fahrende Linie, vorbei am Colosseum, an der Piazza Venetia und am Trevi-Brunnen, um nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten zu nennen. Toll, als ob wir im Sightseeing-Bus gesessen hätten. 

 

Wer sich nach Verlassen des Stellplatzes rechts hält, trifft schon nach 2 km auf die Catacombe San Sebastiano, direkt an der Via Appia Antica. Machen wir das nächste Mal!

 

Was kann ich über die italienische Hauptstadt schreiben, das nicht schon bekannt ist? Die monumentalen Bauten sind wirklich sehenswert, wobei wir uns aber den jeweiligen Eintritt ins Innere erspart haben. Nicht der Preise wegen, sondern weil die Menschenschlangen uns schlicht zu lang waren. Und das an einem Wochentag im Mai. Die Fotos zeigen das Colosseum und die Piazza Venetia.

 

 

1989 verbrachte ich 4 Wochen in Rom für einen Sprachkurs, da wusste ich noch nicht, dass ich sieben Jahre später nach Spanien auswandern würde. Damals gefiel mir das Viertel Trastevere ausgesprochen gut, weshalb ich es unbedingt Gabriel zeigen wollte. Aber natürlich ist es in Rom nicht anders als in Palma, auch dort ist so manches mittlerweile überlaufen, wenn auch immer noch sehenswert.

 (01.06.26)

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28| RONCIGLIONE

Area Sosta Camper mit mehr als 20 Parzellen wurde 2024 eröffnet und kostete uns 15€/24Std. incl. V/E, Strom 5€. Die Schranke wurde vom netten Betreiber Nicola geöffnet, der uns auch gleich mit Stadtplan etc. versorgte. Während seiner Abwesenheit muss man ihn anrufen, um eingelassen zu werden. Wir waren die einzigen, was wir bei dieser Qualität und der Nähe zum mittelalterlichen Stadtkern befremdlich fanden, aber auch schön und ruhig.

 

Die Altstadt von Ronciglione (ca. 8.000 Einwohner) wurde auf Tuffstein am Rand einer tiefen Schlucht errichtet und ist bis heute im Ganzen erhalten und bewohnt. Sie diente schon mehrfach als Kulisse für Filme, die vor langer Zeit spielten, einige Szenen von "Das Leben ist schön" wurden hier gedreht.

 

Wir sahen kaum ein Geschäft oder Restaurant, dafür Bewohner, die in Straßenecken zusammensaßen oder die Pflanzen auf Balkon oder im Patio pflegten oder von den wenigen Parkplätzen volle Einkaufstaschen zu ihrer Wohnung hochschleppten. 

(30.05.26)

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27| VITERBO

Zwei ruhige Näche verbrachten wir auf dem Agricampeggio Paliano in Viterbo für 49,20€ incl. V/E und Strom und Steuern, auch WC und Duschen waren inbegriffen, die wir nicht benutzt haben.

 

N 42° 23' 36.31''

E 12° 05' 10.01''

 

Wir wären noch eine 3. Nacht geblieben, wenn nicht am 2. Abend plötzlich ein Italiener mit seinem Wohnmobil aufgetaucht wäre und uns aufforderte wegzufahren, weil wir auf seiner Parzelle stünden. Tatsächlich hatte er diese für einen Monat gemietet, es aber vor seiner kurzfristiger Abwesenheit versäumt, sie als besetzt zu markieren. Am nächsten Morgen fuhren wir ab.

 

Dieser Platz für Wohnmobile und Wohnwagen besticht durch seine Anlage mit großen Parzellen unter Solarpaneelen und denen dazwischen, wenn auch mittlerweile etwas ungepflegt. Das Sonderbare: Sie waren gut belegt mit gepflegten Fahrzeugen, nur sahen wir sehr wenige dazugehörige Menschen. Das System dahinter blieb unklar, nicht nur uns, auch einem netten deutschen Ehepaar, das wir antrafen. Die Rezeption war selten besetzt, nur ein Kater begrüßte mich wohlwollend, wir hatten "Glück", dass wir irgendwann zahlen konnten.

 

Auch unsere Fahrt ins Städtchen scheiterte, nach fast 30 Minuten in der Sonne gaben wir das Warten auf den Bus auf und tippelten zurück. Gabriel fuhr danach mit dem Rad zum nächstgelegenen Supermarkt, ansonsten rührten wir uns nicht vom Fleck. Was recht erholsam war, wenn uns auch alles etwas absurd vorkam.

 (28.06.26)

 

 

 

 

26| PIENZA

Der Parkplatz mit 10 Parzellen für Wohnmobile/Camper liegt nur ca. 200 m von der vielbesuchten Altstadt entfernt und ist von 22:00 bis 8:00 Uhr gratis. Wir zahlten am Automaten 12€ für 24Std., die wir aber nicht vollständig ausnutzten. V/N ist incl., kein Strom. wir hatten das große Glück des äußersten Platzes rechts mit Ruhe und Blick in die Natur, sonst wären wir vielleicht nicht über Nacht geblieben. Zu eng und zu viel Betrieb.

 

In Pienza wohnen um die 2.000 Menschen, die sich ihr Städtchen in vielen Monaten des Jahres mit Touristen aus aller Welt teilen und von ihnen leben. Dies spätestens seit 1996, als die Unesco es zum Weltkulturerbe erklärte. Am Vormittag flohen wir vor der Fülle, am Abend genossen wir die Stimmung.

(26.05.26)

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25|TORRITA di SIENA

Auf diesem ruhig gelegenen Gratis-Stellplatz (incl. V/E und Strom) blieben wir von Freitag bis Sonntag und fühlten uns wohl auf der großzügigen Parzelle in Gesellschaft von auch zwei deutschen Ehepaaren. Deutlich jünger als wir und den ganzen Tag mit den Fahrrädern unterwegs.

 

Sämtliche Gebäude der historischen Altstadt sind aus roten Ziegelsteinen gemauert, was ein sehr einheitliches Bild schafft. Aber nicht nur wir hatten den Eindruck, dass die Verantwortlichen den Zeitpunkt für die Vermarktung inmitten ihrer Festungsmauer versäumt haben - oder dergleichen nicht wollen. Viele Geschäfte und Bars/Restaurants warteten auf neue Betreiber, die Straßen waren menschenleer und die Tür zur Touristen-Information trotz offizieller Öffnungszeit fest verschlossen. 

 

In Torrita di Siena wohnen ca. 7.000 Menschen, die meisten in der unteren Neustadt. Für uns war dies ein Ort zum Ausruhen und Wohnmobil Putzen, im nahegelegenen Supermarkt haben wir unsere Vorräte aufgestockt und ansonsten viel telefoniert.

(25.05.26)

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24| MONTEPULCIANO

Der Stellplatz liegt auf einem Parkplatz und kostet 10€/24Std. incl. V/E. Strom gibt es nicht. Jeden Donnerstag findet hier der Markt statt und der Platz ist von 7:00 bis 15:00 Uhr gesperrt.

 

Wir kamen am Donnerstagvormittag an und hatten Glück mit einer Lücke für ein paar Stunden auf einem Platz unterhalb. Pünktlich kurz vor 15:00 Uhr fuhren wir hoch und konnten uns mit der Nase zur tollen Aussicht hinstellen. Keine Ahnung, warum die meisten anderen es umgekehrt machten.

 

Und wieder Treppensteigen! Das Städtchen mit ca. 13.000 Einwohnern liegt wie Volterra auf einem Hügel, der erobert sein will. Aber es lohnt sich, wir fanden Gefallen an den Gassen mit Durchblick auf die Weinberge (der Rotwein von hier hat einen guten Ruf), an der Piazza Grande mit Rathaus und Bodegas, an den Lebensmittelgeschäften mit lokalen Produkten. Insgesamt erschien mir der Ort lichter und großzügiger gestaltet als Volterra. Mit Souvenirgeschäften überbieten die beiden sich gegenseitig.

(23.05.26)

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23| RAPOLANO TERME

Wir blieben zwei Nächte auf dem Stellplatz neben der Rapolano Terme und zahlten dafür 40€ incl. V/E und Strom. Der Platz geräumigen Parzellen war gut besucht, fast alle verließen ihn ein- oder zweimal täglich im Bademantel und gingen in die Terme, wo Gäste vom Stellplatz Rabatt erhalten.

 

Wir hingegen hatten diesen Stellplatz wegen Waschmaschine (8kg) und Trockner ausgesucht. Beides war alt bis antik und wenig gepflegt, erfüllte jedoch an beiden Tagen seinen Zweck, so dass wir mit sauberen Klamotten und gutem Gewissen weiterfahren konnten.

 

Was wir auch noch nutzten, war die Pizzeria am Platz und der Supermarkt im Ort, ansonsten waren wir genug beschäftigt mit Resttrocknen der Wäsche rund ums Wohnmobil und möglichst faltenfreiem Zusammenlegen.

(23.05.26)

 

 

 

22| SIENA

Der Parkplatz Il Fagiolone bietet außer für Reisebusse auch sehr schmale Parzellen für Wohnmobile an. 20€/24Std. incl. V/E, kein Strom. Wir hatten Glück und durften uns mit anderen Campern auf eine der größeren Busparzellen stellen. Glück hatten wir auch mit einem sehr freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter. Der Platz liegt zwischen zwei Landstraßen und ist entsprechend laut, nachts konnten wir trotzdem schlafen.

 

Ja, die angepriesenen Rolltreppen haben auch wir gefunden nach einem Fußmarsch auf der Straße von ca. 1 km, z.T. ohne Gehweg. Die schmalen Rolltreppen, 6 oder 7 an der Zahl, sind sehr sehr hilfreich, es geht hoch hinaus bis auf die Piazza del Campo. Sie ist sehr beeindruckend nicht nur wegen ihrer Größe, sondern auch wegen der fächerförmigen, abschüssigen Anlage.

 

Am oberen Halbkreis reiht sich ein Restaurant ans andere, unten behaupten sich  Rathaus und Verwaltungsgebäude. Keine Kirche. Zweimal jährlich wird der Weg vor den Restaurants mit Sand aufgeschüttet und es findet hier seit dem Mittelalter am 2. Juli und am 16. August ein Pferderennen statt mit Pferd und Reiter aus 10 der 17 Stadtviertel. Geritten wird ohne Sattel, erlaubt ist fast alles außer die Gegner vom Pferd zu zerren.

 

Bemerkenswert ist, was ich eben erst bei Wikipedia gelesen habe: 15 der 20 Gebäude gehören seit 2017 einem Investor aus Kasachstan. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. 

Der Dom auf dem Foto unten steht, wie es sich gehört, auf dem Domplatz.

(22.05.26)

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21| VOLTERRA

Für 24Std. auf dem Stellplatz Viale dei Filosofi zahlten wir 15€ incl. V/E, Strom hätte nur 2€ mehr gekostet. Der Platz grenzt an einen Parkplatz für Pkw, von dem aus es einen direkten Zugang zum Aufstieg in die Altstadt gibt. Zuzm Glück waren wir ja schon Einiges gewohnt an Treppensteigen, ich konnte mich auch zwischendurch auf einr Bank ausruhen und so tun, als würde ich die Aussicht genießen.

 

 

Die Aussicht ist tatsächlich bemerkenswert, sowohl nach oben auf das Städtchen mit über 9.000 Einwohnern als auch nach unten auf die Landschaft.

 

Womit wir nicht gerechnet hatten, war eine großzügige Parkanlage mit ausgedehnten Grünflächen, Kinderspielplatz und für 10€ Zugang zu unterirdischen Hinterlassenschaften der Etrusker.

 

Die ehemalige Befestigungsanlage dient heute als Gefängnis.

 

Viele der Häuser in den schmalen Gassen sind nur über Treppen zu erreichen, dafür haben die Bewohner hier Ruhe vor den Touristen, die sich neben den Zeugen der etruskischen, römischen und mittelalterlichen Geschichte für Alabaster-Souvenirs oder  die toskanische Küche interessieren. 

 

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Copyright privat

Am zweiten Tag trafen wir uns mit Freunden aus Deutschland, die zufällig auch  gerade in der Toskana waren, zum Stadtbummel, Plaudern und gemeinsamem Mittagessen. Gabriel hatte eine gute Wahl getroffen mit der Osteria la Pace, die es schon seit 1939 gibt und heute mit schmackhaften authentischen Gerichten, freundlichem Service und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis punkten kann. (Unbezahlte Werbung) Am Tisch saßen zwei Deutsche, ein Spanier und eine Mexikanerin, die gut aßen, viel lachten und sich auf Spanisch unterhielten.

(20.05.26) 

 

 

 

20| PISTOIA

Der Stellplatz am Sportzentrum war wegen Umbauten gerade geschlossen, weshalb wir auf dem Parkplatz in unmittelbarer Nähe gratis übernachteten. Kein Service, nachts war's ruhig. Von dort waren es 15-20 Minuten zu Fuß in die Stadt.

 

Auch diese Stadt mit ihren fast 90.000 Einwohnern wirbt mit ihrem Domplatz und den entsprechenden Bauten, die wir zumindest von außen tatsächlich bemerkenswert fanden. Hinzu kommt, dass Pistoia in seiner langen Geschichte in Abständen von Jahrhunderten mit drei Stadtmauern umschlossen wurde, die jedesmal ein größeres Gebiet umschlossen.

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Was uns allerdings noch mehr beeindruckte, war die am Samstagabend um 19:00 Uhr geöffneten Geschäfte mit lokalen Produkten wie Käse, Wein oder Salami. Ganz zu schweigen von den gut besuchten Lokalen der Gastronomie.

 

Endlich konnte Gabriel seine auf feuchtem Grund nicht mehr rutschfesten Treter austauschen, in einem Geschäft mit bequemen Polsterbänken für die Kunden auf dem Boden vor ihnen knieendem Chef und Personal. (Unbezahlte Werbung)

(19.05.26)

 

 

 

19| FORLI

In Forli verbrachten wir eine Nacht und einen verregneten Tag auf einem gemischten Parkplatz, wo die für Camper vorgesehenen Plätze entschieden zu klein sind, weshalb alle Wohnmobile auf den Pkw-Plätzen parkent. Auch die moderne Servicestation war gratis, sauber und funktionierte einwandfrei. 

 

N 44° 13' 07.35''

E 12° 01' 52.22''

 

In einer Regenpause sind wir ins nahegelegene Zentrum der Stadt mit fast 120.000 Einwohnern spaziert, das uns gut gefallen hat. Vielleicht gerade, weil es keine großartigen touristischen Attraktionen bietet, dafür aber viele kleine Geschäfte, Bars und Restaurants für die einheimische Bevölkerung. Aber wie gesagt, viel Regen, also schnell wieder nachhause.

(18.05.26)

 

18| RAVENNA

Wir verbrachten für 6€ incl. V/E eine unerwartet ruhige Nacht auf dem vollen Parkplatz an der Piazza della Resistenza. Unser Gang in die Altstadt dauerte ca. 15 Minuten.

 

Die Stadt mit ihren über 150.000 Einwohnern ist berühmt vor allem wegen ihrer frühchristlichen Bauwerke und deren Ausschmückung mit Mosaiken vom Boden bis zur Decke. So berühmt, dass sogar an einem schlichten Donnerstag im Mai die Besuchermenge sich derart staute, dass nur schubweise eingelassen wurden. Ich konnte für 12,50€ die achteckige Basilika di San Vitale und das kreuzförmige Mausoleum der Galla Placidia (Weltkulturerbe) aus dem 6. Jahrhundert besuchen. In der Fotogalerie habe ich beides bunt gemischt.

 

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Auch Eis gehört zur italienischen Kultur! Meins war ausgesprochen lecker - und mein Tuch sieht doch auch irgendwie aus wie ein Mosaik.

(18.05.26)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

17| COMACCHIO

Der Stellplatz "Residenza Le Saline" war für uns Erholung pur. 20€/24Std. incl. V/E, Strom extra. Die Betreiber waren sehr freundlich und hilfsbereit, die Anlage wartete noch auf ihre Pflege zur Saison-Vorbereitung. Was wir brauchten nach so vielen Treppen zu Palästen und Kathedralen, war die grüne Wiese mit sehr viel Platz, Mohnblumen in voller Blüte vor der Nase und die Möglichkeit zum Chillen und Grillen am ersten Tag sowie Fahrradtour am zweiten.

 

N 44° 39' 36.71''

E 12° 13' 40.08''

 

28 km fuhren wir bei Wind und Wolken durch das Po-Delta mit Herden von Flamingos und Fischen. Noch herrschte Schonzeit im Wasser, die Netze hingen vor den Hütten der Fischer in der Luft.

 

 

Wir besuchten auf unserer Fahrradtour die Altstadt von Comacchio, mit ihren Kanälen auch Klein-Venedig genannt, und fuhren durch den Lido (Nehrung) bis an den Strand, wo die Vorbereitungen auf das Sommergeschäft auf Hochtouren liefen.

(16.05.26)

16| FERRARA

Wir übernachteten gratis auf einem Parkplatz am gut sortierten Supermarkt Cadoro (unbezahlte Werbung) in Gesellschaft von meist langfristig geparkten Wohnmobilen. Nirgends ein Schild, dass auf Wohnmobile hinweist, ganz offentsichtlich werden sie auch ohne das geduldet.

 

N 44° 50' 00.32''

E 11° 38' 27.24''

 

In die sehenswerte historische Altstadt mit dem großen Wasserschloss sind es über 2km, die wir zu Fuß gingen, obwohl Ferrara bekannt ist für viele Verkehrsteilnehmer auf Fahrrädern.

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Von den fast 130.000 Bewohnern Ferraras sind aktuell rund 25.000 an der Universität eingeschrieben, was dem Stadtleben anzusehen ist. Junges Leben nicht nur im Zentrum mit Preisen für Studenten.

 

Gegründet im 14. Jahrhundert ist diese Uni eine der ältesten Italiens. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir hängten eine 2. Nacht an, weil wir bei heftigen und stundenlangen Regenfällen auf dem Parkplatz sicher standen und weil ich mir die Andy-Warhol-Ausstellung "Ladies and Gentlemen" im Palazzo dei Diamanti anschauen wolle, eine Remake seines gleichnamigen Events von vor 50 Jahren. Viele  Original-Kunstwerke und alte Videos mit Interviews, die der Künstler damals in Ferrara gegeben hatte, auch ein alter Film mit Live-Auftritt der Rolling Stones war dabei. Also wieder ein Fußmarsch ins Zentrum, aber es hat sich gelohnt.

 

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15| VENEDIG

Auf dem Stellplatz in Sa Guigliano blieben wir nach Absprache mit einem vielsprachigen und freundlichen Mitarbeiter 3 Nächte anstatt der angegebenen Höchstdauer von 48Std. und zahlten incl. V/E insgesamt 54€. Wir hatten eine großzügig geschnittene Parzelle am Ende des Geländes vor dem Zaun zum Park, dort ist es am ruhigsten.

 

200m sind es bis zur Vaporetto-Station, ein Hin- und Rückfahrschein kostet 10€. Zur Haltestelle von Bus/Straßenbahn gingen wir ca. 12min. und scheiterten wie viele Italiener auch mit der Kartenzahlung, fuhren also ungewollt umsonst. 

 

Ich war das erste und hoffentlich nicht letzte Mal in Venedig! Wir hatten Glück mit dem Wetter und mieden Hotspots wie die Rialtobrücke, auf der andere Touristen so dichtgedrängt standen, dass ich Atemnot bekommen hätte. Ich staunte über den Verkehr auf dem Canale Grande genauso wie über ruhige Seitenkanäle zwischen Wohnhäusern. Und über meine Naivität, die ich nicht damit gerechnet hatte, dass Verliebte in Gondeln den geringsten Teil ausmachen, denn natürlich müssen neben dem Öffentlichen Nahverkehr in Vaporettos auch sämtliche Lasten per Boot transportiert werden. Auch Notfallambulanzen kommen auf dem Wasserweg.

 

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Womit ich auch nicht gerechnet hatte: Es gibt in Venedig Straßen und Plätze ohne Kanäle, wo Eltern ihre Kinder spielen lassen können ohne Angst vor Verkehr. Und grüne Inseln, nicht nur auf Terrassen und Balkons, auch in Hinterhöfen, auf die Passanten wie wir nur selten einen Blick erhaschen können, sowie Restaurants und Geschäfte mit ganz normalem Preisniveau.

(11.05.26)

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MURANO

Für 16€ p.P. fuhren wir mit dem Vaporetto über Venedig nach Murano, bekannt für farbenfrohe  Glasbläserkunst. Auf der Insel wohnen weniger als 5000 Einwohner, abseits vom Zentrum mit einem Glasbläsergeschäft neben dem anderen und einer Unzahl von Restaurants leben sie ruhig und beschaulich. Wie in Venedig gefielen mir die in heiteren Farben gestrichenen Hausfassaden.

Sogar Schrebergärten haben wir gesehen, auch Tennis- und Fußballplatz gibt es innerhalb einer weiten Grünanlage für die Anwohner.

 

Bei diesen vielen Geschäfter mit angeblich handgefertigten Stücken aus farbigem Glas kam bei uns der Verdacht auf, dass mindestens die Hälfte (laut Aussage eines Mitarbeiters der Fabrik bis zu 90%) der Ware aus China oder sonstwoher kommt.

(11.05.26)

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14| SOAVE

Auf dem Stellplatz verbrachten wir für 14€ incl. V/E und Strom eine ruhige Nacht in Gesellschaft von 5 weiteren Wohnmobilen. 

 

Soave (ca. 7000 Einwohner) ist bekannt für seinen gleichnamigen Weißwein und für die im Ganzen erhaltene Stadtmauer mit 24 Türmen. Sie umschließt das komplette Zentrum, überragt von der Scaligerburg. 

 

Wir schleppten unsere 74 Lebensjahre den längeren Weg hinauf neben der Mauer, der Rückweg in die Ortsmitte war deutlich kürzer. Wir haben es uns auch nicht nehmen lassen, die Treppen im Turm hinaufzusteigen und wurden mit der Aussicht belohnt. Nicht nur die Anlage selbst ist beeindruckend, auch der Bllick von hier oben, vorn über den Ort und hinten in die Weinberge. Beim Abstieg ohne Treppengeländer musste ich mich beidseits an den Wänden abstützten.

(11.05.26)

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13| MANTUA

 Wir verbrachten 2 Nächte auf dem Stellplatz in Lunetta-Frassino und zahlten 26€/24h incl.V/E und Strom, auch WC und Dusche sind im Preis eingeschlossen. Dazu alle 10 min. ein kostenloser Bus-Shuttle ("Valetta") vom benachbarten Parkplatz aus, den wir mehrfach nutzten. Max. 72 Std. Aufenthalt sind erlaubt.

 

Drei künstliche Seen umschließen die Stadt mit fast 50.000 Einwohnern, sie wurden im 15./16. Jahrhundert geschaffen durch den Bau von Dämmen im Fluss Mincio. Mantua hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, eine feste Burg im Leben der über Jahrhunderte herrschenden Familie Gonzaga bildete stets der Palazzo Ducale, entstanden zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert.

 

Der Gebäudekomplex beherrscht die Wahrnehmung schon von weitem am Stadteingang. Am Dienstag hatten wir Glück mit freiem Eintritt ab 16:00 h für Oldies ab 65. Fast 2 Std. waren wir drin, es empfiehlt sich, den Hinweisschildern zu folgen, wenn man sich in der Vielzahl von immer größeren Sälen und Ausstellungen nicht verlaufen will. Von Bildhauerei der alten Griechen über jahrhundertealte Schuhe bis Brocken von Edelsteinen ist alles drin. Ich beschränke mich hier auf ein Deckengemälde aus dem Saal Troia.

 

Im Palazzo Te (hat nichts mit dem Getränk zu tun) kostet der Eintritt für ü65 statt 15 lediglich 11€. Auch er ist groß, dabei übersichtlicher durch die streng angeordnete Architektur und vor allem an den Decken geschmückt mit z.T. überladenen bis schwülstigen Gemälden.

 

Der 3. Palast ;-)) heißt Scaravelli (unbezahlte Werbung), er versorgt seine Besucher:innen mit süßen und herzhaften Leckereien gemäß "la tradizione mantovana" in der Ladenzeile zwischen den beiden bedeutenden Plätzen im Zentrum der Stadt. Die Inhaberin erlaubte mir, das Foto einzustellen, obwohl sie ausgerechnet in der Sekunde des Abdrückens ausnahmsweise nicht gelächelt hat.

(10.05.26)

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12| PARMA

Auf dem Stellplatz zahlten wir 20€/24h incl. V/E und Strom und verbrachten dort 2 ruhige Nächte. Der hilfsbereite Wächter half mir bei der Bedienung von Waschmaschine und Trockner (im Preis inbegriffen!), sie waren mit ein Grund für das Anhängen einer 2. Nacht. Der andere war meine Magenverstimmung ...

 

Und das an einem Ort für Feinschmecker! Aus Parma kommt nicht nur der berühmte Schinken, hauchdünn geschnitten eine Delikatesse, auch der Parmesankäse hat hier sein Zuhause. Schwein und Rind fanden wir als Mosaik in den Gehweg vor dem Geschäft unten eingelassen (unbezahlte Werbung), eines von vielen.

 

 

Parma hat fast 200.000 Einwohner, das Zentrum ist gut mit dem Bus zu erreichen, Linie 23, 7€ hin und zurück. Praktisch: in den italienischen Bussen zahlten wir bisher immer mit Karte, allerdings sahen wir den Preis oft erst hinterher. 

Wie üblich sind wir ohne Plan und Ziel durch das Zentrum spaziert und waren recht angetan. Einige Details seht ihr in den Fotos unten.

 

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Die Cattedrale di Santa Maria Assunta stammt aus dem 12. Jahrhundert und gilt als ein Meisterwerk romanischer Architektur. Das stammt nicht von mir, habe ich irgendwo gelesen, aber beeindruckend fand ich sie auf jeden Fall vor allem wegen der Malereien an den Seiten.

(05.06.26)

11| FONTANELLATO

Der Stellplatz mit Raum für 25 Wohnmobile kostet 10 € und bietet Schatten unter Dächern mit Solar-Paneelen. Fahrzeuge länger als 7,5 m stehen besser am Rand, wo es keinen Stromanschluss gibt, dafür Grün vor der Tür und einen Fußweg in die Landschaft, der allerdings recht bald im Ort endet.

 

Wir waren dort am Freitag, 1. Mai, bei schönstem Wetter und vielen italienischen Ausflüglern, die das Wasserschloss im Zentrum besuchten. Eine heitere Stimmung auch in den Terrassen der Bars und Restaurants, keine Überfüllung, eher anregend. Wir hätten eine bezahlte Führung durch das  Schloss mitgemacht, aber es gab sie ausschließlich auf Italienisch. Auch ohne das konnten wir den Tag genießen. (03.05.26)

 

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10| PIACENZA

Wir verbrachten eine Nacht auf dem Parkplatz beim Fußballstadion. Obwohl kein Spiel stattfand, war viel los und mehr Lärm als erwartet. Es war der Abend vor dem Feiertag 1. Mai, das nutzte die Jugend u.a. zum Fußballspielen um uns herum. Außerdem fahren von hier viele Autobusse in die Stadt und in die Umgebung, weshalb ständig ein- und ausgeparkt wird. Die Busverbindung war auch für uns genial, also keine Klagen.

 

N 45° 01' 49.00''

E 9° 41' 17.42''

 

Den gotischen Palazzo aus dem 18. Jh. unten sahen wir auf der Piazzia dei Cavalli, wobei uns vor allem die dicken Mauern der Arkadenbögen im Erdgeschoss beeindruckten. Klar gab es auf dem Platz auch zwei Statuen mit Pferd und Reiter, denen er seinen Namen verdankt. Sie halten die Stellung gegenüber dem Palazzo del Governatore, aber nur eines passte ins Bild.

 

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Auf der Piazza Duome schauten wir uns den Dom aus dem 12. bis 13. Jahrhundert an und gingen auch ins Untergeschoss, die Hallenkrypta mit über 100 Marmorsäulen, wo Reliquien aufgewahrt werden. 

 

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Nicht nur in italienischen Städten kommen auch Atheisten wie wir um Kirchen nicht drumrum. Der Autobus ab Parkplatz hält gegenüber der Basilika Sant'Antonino und brachte uns auch von dort wieder zurück. 

 

Interessanter fanden wir jedoch die Kirche San Francesco, vor der Schüler von Jazz-Musik eine gelungene Kostprobe ihres Könnens gaben. Man, das hat nicht nur uns begeistert!

(03.05.26)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

09| ALESSANDRIA

Wir übernachteten gratis auf einem Parkplatz mit etwas heruntergekommenem Service-Bereich am Stadtrand. Tagsüber viel Verkehr, nachts konnten wir schlafen. 

 

Wir gingen die ca. 1,5 km zu Fuß in die Innenstadt, die wir als relativ reizlos empfanden. Was durchaus daran liegen kann, dass Turin uns so begeistert hat. Natürlich gibt es auch hier (ca. 95.000 Einwohner) alte Plätze und Einkaufspassagen, Kirchen und Paläste,  aber nicht wenige ganz normale Straßen auf dem Weg wirkten auf uns ungepflegt. Was nichts daran ändert, dass Umbero Eco ("Der Name der Rose") hier geboren wurde und der Borsalino-Herrenhut von hier aus nach London, Paris und New York flog. 

 

Bekannt ist Alessandria u.a. wegen der alten Zitadelle, groß, gut restauriert und in einem symmetrisch angelegten Heckengarten gelegen. 

 

Das Gebäude neben der Kirche im Foto unten ist eine Herberge/Hostal mi Restaurant und schönem Innenhof. Das Bild rechts zeigt eine Gasse mit Restaurants, wie es mehrere gibt rund die Piazza.

 

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In unmittelbarer Nähe vom Parkplatz liegt der alte Friedhof mit "normalen" Gräbern, monumentalen Familien-Grabstätten und Urnen-Wänden im Untergeschoss sowie im modernen Betonbau nebenan.

(02.05.26)

 

08| AVIGLIANA

Tja, hier muss ich mit einem Geständnis beginnen: Ich habe vergessen, ein Foto von dem Stellplatz zu machen. Und das, obwohl er recht neu und gepflegt ist, 5 Picknicktische im Schatten sowie Mülltrennung bietet, ruhig gelegen ist mit Videoüberwachung und für 15€ + Wasser + Strom nicht übermäßig teuer. Unser Problem war das Bezahlen, welches nur über einen Link funktioniert, der nach Einfahrt per SMS zugeschickt wird. Ich scheiterte ein ums andere Mal, erst nach telefonischer Kontaktaufnahme konnte ein freundlicher Mitarbeiter helfen.

 

Der Platz liegt zwischen zwei Seen in ca. 600 m und dem Ortskern in ca. 1,5 km Entfernung, wegen Regenwetter entschieden wir uns für Letzteres. Tja, er ist tatsächlich alt und man sieht's ihm an. Nichts, was uns zum Bleiben animieren konnte. Auch die anderen drei Camper, die mit uns hier übernachteten, nutzten den Stellplatz wohl lediglich für einen Zwischenstopp. Bei schönem Wetter hätten wir eine Radtour um die Seen gemacht.

 (01.05,26)

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07| TURIN (Torino)

Wir übernachteten auf dem Grundstück eines befreundeten italinischen Paares, das wir 2019 in Polen kennengelernt und 2022 wiedergetroffen hatten. Mit ihnen verbrachten wir einen Tag in Turin, eine kenntnisreiche Führung durch die ehemalige Lehrerin eingeschlossen. An dieser Stelle nochmas ein großes DANKESCHÖN dafür!

 

Turin ist mit ca. 850.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Italiens. Mit ihren vielen großen Plätzen und grünen Parks zieht sie sich am Fluss Po in die Länge und bietet enorm viel Architektur aus Barock und Klassizismus. Die Namen der Paläste habe ich mir nicht notiert, es waren einfach zu viele. Ganz zu schweigen von Museen, Theatern und Kunst-Galerien.

 

In einer der Hauptstraßen im Zentrum hatte ich das Glück, dass eine Anwohnerin mich in den abgesperrten Innenhof eintrieten ließ. Welch ein Traum, mitten in der historischen Altstadt derart ruhig und grün zu wohnen!

 

Toll fanden wir auch die breiten Arkaden nicht nur rund um die Plätze, fast alle Hauptstraßen im Zentrum, z.B. die Via Roma, schützen Kunden und Besucher bei ihren Rundgängen mit einem Dach über dem Kopf.

 

 

Turin ist eine sehr grüne Stadt. Unsere Freunde führten uns durch einen Teil des Parco del Valentino, der auf 42 ha links des Flusses Po verläuft und von Cafés/Restaurants über Kunst bis zum alten Castello del Valentino für jeden Geschmack und jedes Herz etwas bietet. 

(30.04.26)

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06| PINEROLO

Wir verbrachten eine ruhige Nacht auf demselben Stellplatz wie vor 2022, den wir auch am Tag nicht verließen. Der Aufenthalt incl. V/E ist nach wie vor gratis, Strom derzeit abgestellt.

 

Wir verließen den Platz auch tagsüber nicht, meinen Bericht aus 2022 über den Ort könnt ihr hier nachlesen. An diesem Wochenende hatten sich auf dem Platz mehrere italienische Paare getroffen, wir haben deren heitere Stimmung beim gemeinsamen Essen genossen.

(30.04.2026)

 

 

 

 

05| CUNEO

Der Stellplatz am Parco fluviale bietet acht Parzellen zu 8€ incl Strom. Bei unserem Aufenthalt war der Münzeinwurf an der Servicestation zugeklebt, Grauwasser konnten wir trotzdem ablassen, auch die Kassette entleeren, aber nicht spülen. Neben dem Ticketautomaten an der Einfahrt ist aber ein Wasserspender, dort können Eimer, Flaschen oder Karaffen gefüllt werden. Erlaubt sind 72 Stunden Aufenthalt, die wir ausnutzten, weil wir uns sehr wohlfühlten. 

 

Kostenlose Seilbahn in die ansprechende Stadt, Fahrradweg durch den grünen Parco fluvial (Flusspark) und ein freundlicher Mitarbeiter in der Information, mehr geht kaum.

 

In Cuneo leben über 55.000 Einwohner, und das augenscheinlich nicht schlecht. Nicht nur im Zentrum war kein einziges Geschäft oder Restaurant dauerhaft geschlossen, auch die Palazzi und die alten und neuen Wohnhäuser machten einen gepflegten Eindruck.

 

Nicht nur in den Gebäuden um die weiträumige Piazza Tancredi Gamberti, auch in anderen Straßen schützen breite Arkadan vor Sonne und Regen und machen das Flanieren vor den Schaufenstern zu einem Vergnügen.

 

Fotos unten: Kinderzeichnungen empfingen uns beim Eintritt in die Stadt, auf derPiazza Tancredi Gamberti war am Samstag Marktfür Lebensmittel gibt es eine Markthalle.

 

 

Die Cattedrale di Santa Maria del Bosco e San Michele (was für ein langer Name) in der Via Roma hat ihren Eingang in der Mitte eines ganz normalen Gebäudes mit Geschäften und Wohnungen, den Turm sahen wir erst in einer der unzähligen schmalen Gassen.

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Verführung pur!

Zu den kulinarischen Spezialitäten Cuneos gehört aufwendig dekoriertes Konfekt, häufig angereichert mit Rum. Angeboten wird es in den Geschäften mit lokalen Produkten, die mitunter im Schaufenster diese Süßigkeiten zeigen und innen zwischen Käse, Schinken und Fleisch zu Wein und Reis sowie Nudeln führen.

 

 

 

 

Samstag, der 24. April, war nationaler Feiertag. Am Tag der Festa della Liberazione wird das Ende der faschistischen Besatzung 1945 gefeiert, die meisten Geschäfte sind geschlossen. Am Vormittag war es angesichts dessen relativ ruhig auf dem Wander- und Fahrradweg im Flusspark. Wir waren insgesamt 20 km unterwegs, fuhren auch durch den Ort Borgo San Dalmazzo, den größten Teil der Strecke erfreuten wir uns jedoch an der grünen Natur mit Blick auf die schneebedeckten Alpengipfel. Es ist ein Schotterweg mit streckenweise Steinen im Weg, man muss schon aufpassen.

(26.04.2026)

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04| SPOTORNO

Auf dem Stellplatz an der SS1 standen wir für 16€|24Std. incl. V/E in der hintersten Reihe, wo es auch tagsüber ruhig genug war und wir nachts gut geschlafen haben. Mit uns ca. 25 Wohnmobile, das wird im Sommer anders aussehen, zumal neben der Zufahrt eine Fußgänger-Unterführung direkt an den Strand führt. Auf dem Foto rechts die Hütte, wo der freundliche Platzwart kassiert und Fragen beantwortet. 

 

Wir nutzten die Unterführung und gingen auf der Promenade bis ins Zentrum mit ruhigen Fußgängerstraßen, Geschäften, Bars und Restaurants. Auch am Strand reiht sich ein gastronomischer Betrieb an den anderen, noch warten die Betreiber auf den Ansturm der Touristen.

Den Aufstieg zum Castello haben wir unseren Beinen erspart ;-)).

(23.04.26)

 

03| SAN BARTOLOMEO AL MARE / CERVO

Der Stellplatz an der Via Alessandro Manzoni ist in den Sommermonaten ein Pkw-Parkplatz mit Höhenbegrenzung, von Oktober bis Mai ausschließllich Wohnmobilen vorbehalten. 8€/24Std. per Münzeinwurf, allerdings funktionierte der Automat nicht. Auf der örtlichen Polizeistation (nur von 8-9:00 und 18-19:00 H!) registrieren lassen, mit dem Zettel zur Post marschieren oder im Tabakladen gegenüber bezahlen, der 2,70 € Kommission berechnet. Oder mit der App. Easypark bezahlen, die ich aber nicht extra runterladen wollte. V/E ist im Preis inbegriffen.

Der Platz liegt ruhig und doch nah am Zentrum, nur dass auf dem Wasser nebenan sich nachts die Frösche zum Konzert versammelten.

 

Von unserem Längs-Platz am Zaun hatten wir direkten Blick auf Cervo, einen beeindruckenden Ort am Steilhang. Wir kamen vom Regen in die Traufe, wieder hieß es Treppensteigen, aber diesmal durch farbenfrohe und hellere Straßen. Zwischendurch laden Terrassen von Bars und Cafés zur Pause mit toller Aussicht ein, was wir aber nicht nutzten.

 

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Oben angekommen wurden wir nicht nur mit einem weiten Blick belohnt, vorn aufs Meer und hinten in die Landschaft, auch die Barockkiirche San Giovanni Battista (Johannes der Täufer) aus dem 17. Jahrhundert lohnt einen Blick ins Innere. Groß und hell mit einem Altar, der an ein Schiff erinnert, und Malereien an der Decke, bei denen ich mir nicht vorstellen mag, mit welcher Mühe sie vor über 300 Jahren hergestellt wurden.

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Auch in San Bartolomeo al Mare haben wir am 2. Tag eine schöne Radtour gemacht, diesmal auf einem erst kürzlich angelegten Radweg auf der ausrangierten Zugstrecke. Hin und zurück waren das ca. 23 km ohne größere Steigungen und durch einige kurze Tunnel hindurch. Fußgänger haben eine Extra-Spur.

 

Vom Stellplatz aus fuhren wir einfach einem Paar hinterher und hatten Glück, sie kannten sich aus und führten uns direkt auf den Radweg, der von Diano Marina nach Andora führt.

 

 

Man kann auch mit der Buslinie 12 nach Sanremo fahren, was bestimmt sehenswert ist, uns aber nicht genügend gereizt hat, um eine dritte Nacht anzuhängen.

(21.04.26)

 

 

 

 

02| DOLCEACQUA

Auf dem Stellplatz an der Via Roma ist der Aufenthalt kostenlos, Ent- und Versorgung sind per Münzeinwurf an der sauberen Service-Station zu haben. Samstagnacht störte uns Lärm durch spielende Kinder, von Sonntag auf Montag schliefen wir herrlich ruhig. Gegenüber vom Stellplatz gibt es zwischen Spielplatz und Fitnessgeräten Picknicktische und Trinkwasser.

 

Allemal einen Besuch wert ist das "Castello dei Doria" aus dem 13. Jahrhundert bzw. was davon noch übrig ist. Es liegt nur ein paar hundert Meter vom Stellplatz entfernt, man sollte allerdings bei Kräften sein, gilt es doch, die unterschiedlichsten Treppen zu bezwingen. Die Familien Doria und Grimaldi (Monaco) sind durch nicht nur eine Eheschließung miteinander verbunden und verfügen über gemeinsamen Grundbesitz in Dolceacqua.

 

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Zwischen Stellplatz und Fluss führt ein asphaltierter Weg in ca. 9 km bis an die Küste, vorbei an unzähligen Gewächshäusern, vielen vernachlässigten Schrebergärten und einigen Zufahrten zu Agrotourismus-Betrieben. Radfahrer, Fußgänger und wenige Autos nutzen den gut ausgeschilderten Weg, der auch an einem LIDL vorbeiführt. Gut für uns, dass er an diesem Sonntag geöffnet war.

(21.04.26)

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Für die Fahrt auf der Landstraße entlang der Cote d'Azur und italienischen Riviera  brauchten wir für 50 km ca. 2 Std. Das war zum Teil schön wie auf dem Bild oben in Menton, "la perle de la France", zum Teil anstrengend mit vielen Kurven und noch mehr Verkehr.

 

 

 

 

FRANKREICH


01| TANNERON

Der kostenlose Schotter-Parkplatz in Zentrumsnähe, auf dem normalerweise die Wohnmobile stehen, war vorrübergehend geschlossen wegen Holzfäller-Arbeiten. Wir verbrachten eine sehr ruhige Nacht auf dem Asphalt-Platz darüber mit ausdrücklicher Genehmigung einer freundlichen Mitarbeiterin in der Tourist-Information.

 

N 43° 35' 22.12''

E 6° 52' 28.05''

 

Der Ort mit noch nicht einmal 2.000 Einwohnern hat seine Hochsaison zur Mimosenblüte, die zu unserem Glück, die wir nichts als Ruhe suchten, schon vorbei war. Ansonsten ist es ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen in die schöne Berg-und-Tal-Umgebung.

Ein Rundgang durch's Dorf und unser trationelles und gutes Einstands-Essen im einzigen geöffneten Restaurant "La Famiglia" (unbezahlte Werbung), das war's auch schon. Bemerkenswert: Für jeden einzelnen der im 1. Weltkrieg gefallenen Bewohner ist auf dem Sockel des entsprechenden Denkmals eine Tafel angebracht.

(20.04.2026)

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FÄHRE VON ALCUCIA NACH TOULON

Am Donnertag, 16.04., sind wir von Alcudia im Norden Mallorcas gestartet nach Toulon in Frankreich, mit der "Mega Victoria" der Corsica Ferries zum Preis von 224 € incl. Innenkabine. Wir hatten eine durchgängig ruhige Fahrt von 14:30 h bis 7:30 h am nächsten Morgen bei schönstem Wetter, freundlichem Personal und vielen vielen Mitreisenden. In Alcudia hatte während der Tage zuvor ein internationaler Wettbewerb bestimmter Bootsklassen stattgefunden, was zu einer entsprechenden international bestückten Warteschlange führte. 

 (20.06.26)

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