Unsere 2. Reise 2023 führte durch Andalusien


21.11. Morgends Einschiffen in Palma der Mallorca

Valencia: 01| El Campello / Alicante - Pilar de la Horadada 

Murcia: 02| Lorca

 

Andalusien: 03| Lunar Cable Park - 04| Nijar - 05| Cabo de Gata - 06| Adra - 07| Durcal - 08| Jaén - 09| Montoro - Córdoba - 10| Baena - 11| Lucena - 12| Cabra - 13| Rute - 14| Loja - 15| Antequera - 16| Málaga - 17| Ronda - 18| Grazalema - 19| Algodonales - 20| Osuna - 21| Écija - 

 

Kastilien- La Mancha: 22| Ciudad Real - 23| Almagro - Villarrobledo

Valencia: 24| Buñol

26.12. Abends Einschiffen in Valencia

 


Losfahren am Vormittag in Palma

Mit diesem Bild blicken Gabriel und ich zurück auf 7 Wochen in Palma de Mallorca. Wie so oft liegt die Stadt im Sonnenschein, mit der Kathedrale am rechten Rand. Auf dem Foto unten ein Unbekannter, im Hintergrund ist das Castel de Bellver zu sehen.

 

Es ist das erste Mal, dass wir im Winter (21.11.) erneut aufbrechen, wir wollen in den Süden Spaniens und dort auch Freunde und Verwandte besuchen. Mit der ruhigen Überfahrt nach Valencia haben wir einen guten Start und finden auch in am dunklen Abend problemlos unseren ersten Übernachtungsplatz. 

(23.11.2023)

 

01| EL CAMPELLO / ALICANTE

Auf der Area Playa Muchavista fanden wir einen sehr freundlichen und kompetenten Rezeptionisten vor, der uns mit allen nötigen und darüber hinaus erbetenen Informationen versorgte. Der große Platz war so gut wie voll, aber bei Ankunft am Vormittag geht fast immer noch was. Ganz in der Nähe liegen 2 weitere Stellplätze anderer Betreiber.

 

 

 

 

 

 

Auch mit Restaurants ist der Ort gut versorgt, und nicht wenige haben sogar den ganzen Winter über geöffnet. Das traf sich günstig, denn am ersten Tag zelebrieren wir gern den Beginn der Reise mit einem Essen im Restaurant. Der Rezeptionist empfahl uns dafür das Restaurant Mordida und lag nicht daneben, die Küche eine gute Mischung aus Klassik und Moderne, die Preise nicht überzogen.

 

 

 

 

 

 

 

Am Strand herrschte eitel Sonnenschein und an der Promenade fanden wir schnell die Haltestelle der Straßenbahn, mit der man in einer 1/2 Stunde ins Zentrum von Alicante gelangt. Auf der Hinfahrt am Vormittag mussten wir die ganze Zeit stehen, eingequetscht zwischen anderen Fahrgästen. Zurück hatten wir am frühen Abend mehr Glück. 

 

Alicante mit seinen mehr als 300.000 Einwohnern bietet 100x mehr, als wir an dem einen Tag gesehen haben. Weder waren wir am Strand noch oben auf dem Castillo St. Barbara, von wo aus man einen tollen Blick auf die Küste haben muss. Auf dieser Reise interessieren uns mehr die Kleinstädte und Dörfer. Aber was wir von der Stadt gesehen haben, hat uns gefallen und lässt uns an einen weiteren Besuch denken. Wie immer heißt das: irgendwann einmal.

(11.12.2023)

 

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In Pilar de la Horadada verbrachten wir wie vor zwei Jahren eine Nacht ausschließlich für einen privaten Besuch, darum schreibe ich hier nichts neues darüber. Wer will, kann hier unter 46| VALENCIA darüber lesen.

02| LORCA

Zum ersten Mal stehen wir nicht in Frankreich, sondern in Spanien auf einem Stellplatz der Kette Camping-Car Park, und das für sage und schreibe 1 (einen) € incl. V/E UND Strom! Da ärgert es umso mehr, wenn trotz Verbots in 3 Sprachen etliche Camper Ihre Möbel aufstellen oder die Wäsche zum Trocknen raushängen. Wir haben hier gut geschlafen, und zum Zentrum sind es gerade mal 800 m.

 

Die Fahrt hierher glich streckenweise einer Tour durch die Wüste, wie das Foto unten zeigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nur wenige Meter hinter dem Stellplatz beginnt dieser schöne Weg ins Zentrum mit viel Grün und teilweise eindrucksvollen Einfamilienhäusern zu beiden Seiten. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2011 bebte die Erde in Lorca so stark, dass neun Menschen starben und hunderte verletzt wurden. Die Auswirkungen dieses Erdbebens sind heute noch zu sehen, obwohl seitdem ein Großteil der Schäden beseitigt und viele zerstörte Gebäude wieder aufgebaut wurden. Doch es wird dauern, bis im Stadtbild vielleicht nur noch ein Mahnmal an diese Katastrophe erinnert.

 

 

In Lorca leben um die 94.000 Einwohner zwischen Barockbauten, der Burg Fortaleza del Sol aus dem 13. Jahrhundert und neu angelegten Vierteln. Den Aufstieg zur Burg haben wir uns erspart, weil uns der Weg durch die Stadt schon müde Füße beschert hatte. Immerhin, auch beim Blick von unten imponiert das alte Bauwerk. 

 

Auf den Fotos unten die Fortaleza del Sol, das Rathaus und der Rathausplatz, die Kathedrale St. Patrick und unverkennbar Bauten der Neuzeit.

(11.12.2023)

wir fahren in Andalusien ein


03| LUNAR CABLE PARK

(Cuevas del Almanzora)

Der Lunar Cable Park bietet Wasserski-Spaß auf einem Stausee und Campern die Möglichkeit einer Übernachtung für 10 € ohne V/E, aber mit Toiletten.

 

N 37° 19' 18.88''

W 1° 53' 53.57''

 

Unter all dem sportlichen Jungvolk waren wir die absoluten Außenseiter, die allen Überredungskünsten trotzten und sich nicht in Neopren-Anzüge zwängten und auf die Bretter im kalten Nass stellten. Wir wurden als Oma und Opa nicht nur akzeptiert, sondern respektiert und höflich gefragt, ob wir am Samstagabend im Chiringuito am Barbecue mit Live-Musik teilnehmen wollten. 

 

Stattdessen spazierten wir 2 Runden um den See und sahen den anderen bei ihrem rasanten Sport zu.

 

 

 

Bei unserem Spaziergang fiel mir die Vielfalt der Steine auf, dabei bin ich frei von jeglichen geologischen Kenntnissen. Es sind ausschließlich Farben und Formen, die mich faszinieren.

(12.12.2023)

 

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04| NIJAR

 

Wir verbrachten eine ruhige Nacht auf einem Parkplatz fast im Zentrum gegenüber der Polizeiwache.

 

N 36° 57' 58.95''

W 2° 12' 29.59''

 

 

 

 

 

 

 

Nijar hat über 30.000 Einwohner, die sich auf verschiedene Ortsteile verteilen. Das Städtchen gefiel uns sehr gut mit seinen weißen Häusern und sauberen Straßen. Armut herrscht hier nicht, das sieht man. Für mich war es auf dieser Reise der erste Ort, an dem mir bewusst wurde, dass Andalusien eine hügelige bis bergige Region ist und ich mich an das Auf und Ab gewöhnen muss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Nachmittag bin ich sogar auf den höchsten Punkt, den Atalaya gestiegen, was auf der gut gesicherten Treppe kein Problem war. Zumindest nicht mit einigen Verschnaufpausen. Die waren auch nötig, um an diesem sonnigen Tag die Aussicht von verschiedenen Höhenstufen genießen zu können.

 

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Schön war auch das gemeinsame Schlendern durchs Zentrum, das an einem Wochentag Ende November nur von wenigen Touristen besucht wurde. 

 

05| CABO DE GATA

In Cabo de Gata besuchten wir eine Frau, die wir vor 2 Jahren in Bosnien kennengelernt und danach in Kroatien wiedergetroffen hatten. Sie stand schon einige Wochen auf einem großen Parkplatz an der Strandpromenade, reserviert für Wohnmobile und ohne Service. V/E gibt es nur wenige Kilometer entfernt an einer Tankstelle.  Auch wir verbrachten eine ruhige Nacht in der ersten Reihe, wobei Maggie eines der ganz wenigen Wohnmobile mit spanischem Kennzeichen war.

 

N 36° 46' 42.95''

W  2° 14' 33.63''

 

Cabo de Gata bezeichnet den in der Provinz Almería gelegenen Naturpark an der Meeresküste. Das Dorf, zu dem der Wohnmobilparkplatz gehört, ist die Barriada (Viertel) Cabo de Gata und untersteht der  Verwaltung der Haupstadt Almería. Von hier aus kann man lange Spaziergänge an der Promenade oder durch den Naturpark unternehmen, in dem überdachte Beobachtungsplätze zum Flamingos-Gucken einladen.

 

Vermutlich wird eines Tages wegen des unglaublichen Fehlverhaltens einiger weniger auch dieser schöne und für die Benutzer kostenfreie Parkplatz in erster Meereslinie geschlossen werden. Das Wasser der Duschen direkt an der Promenade war Ende November noch nicht abgestellt, was ein abgehärtetes Paar schamlos ausnutzte trotz einiger Spaziergänger. Nicht nur das, entgegen des ausdrücklichen Verbots benutzten sie reichlich Duschgel und Shampoo, die chemische Schaumwelle hielt sich fast den ganzen Tag auf den Steinen. Und damit auch ja keiner neben ihnen einparkte, blockierten sie mit ihren Fahrrädern eine gut 4 m breite Parkfläche. Wozu sie sich einen Carthago mit Dusche gekauft haben, ist mir schleierhaft.

 

 

Der Ort Cabo de Gata ist angenehm unauffällig, ohne Hochhäuser, dafür mit weiten Plätzen, Supermarkt, Kiosk, Apotheke und mehreren Bars/Restaurants. Manche Straßen wirkten wie ausgestorben, weil in ihnen die Sommerwohnungen vieler Spanier liegen.

 

In einer Tapas-Bar im Ortszentrum zahlten wir für insgesamt 5 Tapas, 3 Gläser Wein und 1 große Flasche Wasser 13,50 €. Die Tapas waren reichlich und lecker, jeweils auf einem kleinen Teller angerichtet, und auch der Wein war okay. Von solchen Preisen können wir auf Mallorca nur träumen.

06| ADRA

Auch in Adra dürfen Wohnmobilreisende auf einem Parkplatz am Strand übernachten, gratis und nicht weit vom Zentrum. Bei Regen kann man auf einen vorgelagerten asphaltierten Platz ausweichen, wie in Cabo de Gata mit der Guardia Civil als unmittelbaren Nachbarn.

 

Auf dem Weg von Cabo de Gata nach Adra passierten wir etliche Kilometer der hässlichen Plastik-Plantagen einschließlich Firmen, die riesige Rollen des Materials anbieten.

 

 

Obwohl Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung gegründet verfügt Adra nach einer wechselvollen Geschichte zwischen Arabern und Christen über keine bedeutende Altstadt. Sicher, es gibt sie, die schmalen Gassen, Kirchen und typisch andalusischen Restaurants, aber die größten Anziehungspunkte für ausländische Touristen bilden Strand, Hafen und Promenade.

 

 

Obwohl Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung gegründet verfügt Adra nach einer wechselvollen Geschichte zwischen Arabern und Christen über keine bedeutende Altstadt. Sicher, es gibt sie, die schmalen Gassen, Kirchen und typisch andalusischen Restaurants, aber die größten Anziehungspunkte für ausländische Touristen bilden Strand, Hafen und Promenade.

 

 

 

 

Der Indalo

 

Auch Adra schmückt mit der Symbolfigur für die Provinz Almería, hier an einem Kreisverkehr der Hauptstraße. Sie stellt eine Person dar, die breitbeinig einen Bogen in den ausgestreckten Händen über dem Kopf hält. Vielleicht einen Regenbogen?

07| DÚRCAL

In Dúrcal verbrachten wir eine ruhige Nacht vor Kindergarten und Schule, nur zu Unterrichtsbeginn und Ende umringt von zahlreichen Autos, die kreuz und quer parkten. Die meisten beachteten uns überhaupt nicht.

 

N 36° 59' 07.28''

W  3° 34' 14.69''

 

Auf dem Weg von Adra nach Dúrcal fuhren wir an diesem erschreckend leeren Stausee vorbei und hoffen auf viel Regen in diesem Winter - am besten nachts.

 

 

Der Ort mit seinen gerade mal rund 7.000 Einwohnern bietet wenig für Außenstehende. Ein Glücksfall für das Rathaus war, dass die in Spanien und auch Südamerika recht bekannte Sängerin Rocio Durcal den Namen des Dorfes als ihren Künstlernamen wählen. Wobei wählen das falsche Wort ist, sie tippte mit geschlossenen Augen auf eine Landkarte und landete mit der Spitze ihres Zeigefingers auf Dúrcal. Seitdem halten oder hielten viele (auch Gabriel und ich) Dúrcal für ihren Geburtsort. 

 

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Auch wenn's wahrscheinlich nur wenige interessiert, zum Schluss eine Auswahl der unzähligen Vorhänge in den Hauseingängen von Dúrcal. 

 

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08| JAÉN

Von Dúrcal nach Jaén, das bedeutete vom Dorf in die Stadt, vom erdigen Parkplatz vor der Schule auf den aspahltierten hinter der Polizei. Vor 2 Jahren standen wir hier allein, während der 5 Nächte 2023 übernachteten mit uns zwischen 7 und 11 Wohnmobilen.Ruhig, sicher und stadtnah.

 

N 37° 46' 10.10''

W. 3° 46' 36.20''

 

Jaén bedeutet für uns in erster Linie Verwandtenbesuch, darüber und über die Stadt habe ich schon 2021 berichtet, nachzulesen hier.  

 

Eine Erleichterung für einen längeren Besuch ist seit Frühjahr 2021 die Möglichkeit, auf dem Stellplatz in La Guardia de Jaén die V/E-Anlage nutzen zu können. Die Zufahrt ist zum Schluss steil und hat enge Kurven, war aber mit unseren 8 m Länge zu bewältigen. Der Platz liegt direkt unterhalb der Burg, der Ort in ca. 500-600 m Entfernung.

 

Die Stadt mit ihren rund 111.000 Einwohnern gefällt mir bei jedem Besuch besser, und das auch bei überraschendem Regen, den die Erde dringend braucht. Meist aber schien die Sonne bei um die 12 °C. In den vergangenen acht Jahren haben wir zusehen können, wie sich das Angebot an Restaurants vergrößert, im neuesten Michelin-Guide für 2024 finden sich vier, die mit einem Stern ausgezeichnet wurden. Wir haben auch das Gefühl, im Stadtbild mehr Touristen zu sehen, die allerdings wie die Einheimischen in der Lage sein müssen, rauf und runter zu gehen. In Jaén ist keine Straße eben!

 

 

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Kunst hängt auch in Jaén nicht nur in den Museen. Mit gefallen die Grafitis am Parkplatz genauso wie die Bilder in einem Restaurant in der Innenstadt.

 

Das Leben findet auch im Winter gern draußen statt, tagsüber unter schattigen Bäumen und abends unter schützenden Markisen.

09| MONTORO

In Montoro übernachteten wir auf einem öffentlichen Parkplatz, der am Dienstagvormittag wegen des Marktes schwer bis gar nicht uzugänglich ist.

 

N 38° 00' 58.43''

W. 4° 22' 59.63''

 

Um es kurz zu machen: Das Beste hier waren für mich die beiden Supermärkte um die Ecke und die Vielzahl an alten schmiedeeisernen Türen im Windfang der Häuser. Das Schlimmste die massenhaften Hundeködel auf den Gehsteigen.

 

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In CÓRDOBA machten wir bereits 2016 Station, also bevor ich die womo-kladde führte. Wegen der schlechten Erfahrungen mit dem Stellplatz damals, die wir in den Kommentaren entsprechender Apps bestätigt und noch übertroffen finden, haben wir dieses Mal einen Bogen um diese durchaus sehenswerte Stadt gemacht. Nicht nur die berühmte Mesquita, auch sonst gibt es viel zu entdecken.

 

 

 

 

10| BAENA

Wir übernachteten auf einem Parkplatz mit toller Aussicht in der Nähe eines Supermarktes der Kette Carrefour. Nur weil auf dem Parkplatz mehr als 2/3 der Parzellen freiblieben, erlaubten wir uns das Stehen auf 4 Pkw-Plätzen. Und auch das erst, nachdem wir mit mehreren Nachbarn der angrenzenden

Wohnsiedlung gesprochen hatten.

 

 

 

Der Tag war feucht und trüb, nicht aber unsere Stimmung, weshalb wir trotzdem die fast 2 km ins Zentrum gingen. Viel Überwältigendes haben wir dabei nicht gesehen, aber wie fast immer war es interessant. Am Anfang große Häuser mit viel Garten, dann die Cooperativa der Olivenölproduzenten, und zum Schluss wieder einmal der Aufstieg in die Altstadt mit großem Rathausplatz (hier Plaza de la Constitución). Ausnahmsweise stand hier ein echter Tannenbaum, sonst sind es fast immer künstliche, spitze Kkegel aus Metall und Glühbirnen.

Gut bei schlechtem Wetter: Die Bude heizen mit eine leckeren Quiche aus dem Omnia.

(20.12.2023)

 

 

 

 

 

11| LUCENA

In dieser Kleinstadt mit über 40.000 Einwohnern übernachteten wir auf dem großen Parkplatz am Auditorium in Gesellschaft von 6 anderen Wohnmobilen. Die Nacht war ruhig, und wir fühlten uns sicher. Wegen des immer noch regnerischen Wetters wussten wir den Asphalt zu schätzen.

 

N 37° 24' 51.70''

W  4° 29' 41.27''

 

Wie überall war auch Lucena weihnachtlich geschmückt mit Krippe vor dem Rathaus und 

Engeln auf dem Platz davor. Das Zentrum machte trotz des miesen Wetters einen gepflegten und belebten Eindruck, auch sahen wir kaum aufgegebene, geschlossene Ladenlokale. 

Bemerkenswert fanden wir die Erklärungen von historischen Bauten oder Denkmälern in lateinischer, hebräischer und arabischer Schrift, die vermutlich etwas mit der reichen Vergangenheit der Stadt zu tun haben. Auch Straßennamen sind oft zusätzlich in arabischer Schrift angebracht.

(20.12.2023)

12| CABRA

Auf dem Gratis-Stellplatz in der Nähe des Auditoriums verbrachten wir zwei ruhige Nächte, die V/E klappte vor der Abfahrt klappte V/E. Auf dem Hinweg hatte uns das Navi mal wieder einen Streich gespielt und über eine enge Serpentinenstraße auf über 1000 m Höhe geschickt, bis wir endlich auf einem Parkplatz umkehren konnten. 

 

Die zwei Tage nutzten wir, um auf der Via Verde in die Landschaft zu gehen und erst am nächsten Tag in die Stadt mit etwas über 20.000 Einwohnern.

 

 

Via Verde (Grüner Weg) heißen die Wander- und Radfahrwege, die in Spanien auf den Strecken stillgelegter Eisenbahnlinien angelegt sind. Es werden immer mehr, und sie werden vor allem von Radfahrern viel genutzt.

 

Aber auch die Stadt ist allemal sehenswert, wenngleich der Weg ins Zentrum wieder einmal gut 2 km lang ist.

 

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So einen brasero kenne ich noch von Gabriels Mutter, daran wärmten wir uns am kleinen runden Esstisch in ihrem Wohnzimmer. In Cabra war ich entzückt, als wir auf der überdachten Terrasse eines Restaurants unsere Füße damit wärmen konnten. Wichtig dabei  eine fast bodenlange Tischdecke, die sich alle am Tisch über die Oberschenkel legen.

 

Das funktioniert: Wenn die Füße Wärme abbekommen, geht diese auf den gesamten Körper über. Früher glühte Kohle in den Schalen. 

(20.12.2023()

 

 

 

 

 

 

 

 

13| RUTE

Der kostenfreie Stellplatz für 5 Fahrzeuge am Ortsrand liegt direkt an einer Straße, mehr als 1 Nacht würden wir hier nicht bleiben. Um den Ort zu sehen, reicht auch ein Tagesbesuch, aber man sollte gut zu Fuß sein. Das alte Ortszentrum liegt nur ca. 1,5 km entfernt, aber die sind mit ziemlichen Steigungen verbunden. Der Bürgersteig geht mitunter in eine Treppe über, da kann man schon ins Schnaufen kommen. Aber wer kurz haltmacht und sich umdreht, hat einen tollen Blick bis außerhalb des Ortes.

 

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Für einen kleinen Ort mit etwas weniger als 10.000 Einwohnern hat Rute erstaunlich viele Museen. Allerdings fast alle mit Bezug auf Essen oder Trinken: Museo de Azúcar (Zucker), Casa Museo de Jamón (Schinken), Museo Artesanal del Turrón, Mantecado y Mazapán (Weihnachtsgebäck und Marzipan), Museo de Anís (Anisschnaps) und die Destilería Museo de Anís Machaquito (Anís der Traditionsmarke Machaquito).

 

Spaniens größte aus Schokolade hergestellte Krippe kann kurz vor der Einfahrt in den Ort besichtigt werden, aber der volle Parkplatz hat uns abgeschreckt. So haben wir uns auf den Machaquito (sprich: Matschakito) beschränkt, oben an dem großen Platz, der an diesem Sonntag proppevoll ist.

 

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Die Schnapsbrennerei muss sich für den Ort finanziell gelohnt haben, wenn dem Anis sogar ein Denkmal gesetzt wurde.

(10.12.2023)

 

 

 

 

 

14| LOJA

Auch in Loja stellt die Gemeinde einen großzügig angelegten Stellplatz kostenfrei zur Verfügung inclusive V/E. Er liegt am Ortsrand bei dem öffentlichen Schwimmbad und wir haben hier eine ruhige Nacht verbracht. Bislang trafen wir fast ausschließlich Spanier an, hier verteilten sich über Tag und Nacht Fahrzeuge aus Polen, Litauen, Deutschland, Dänemark, Holland Schweden. Zufall?

 

N 37° 10' 17.09''

W  4° 09' 22.92''

 

Um es kurz zu machen: Selten haben eine so heruntergekommene Altstadt gesehen wie in Lorca. Bröckelnde Fassaden, Ruinen von alten und neuen Häusern, nur sehr wenige geöffnete Geschäfte und dazwischen Dreck, Müll und Hundekot. Die nette junge Frau in der Tourist-Information gab sich redlich Mühe, uns die Stadt schmackhaft zu machen, aber auch sie pries vor allem die landschaftliche Schönheit rundherum. Die war uns allerdings auch schon auf dem Weg hierher aufgefallen, zum Beispiel der - viel zu wenig gefüllte - Stausee Iznájar.

 

Außerhalb der historischen Altstadt machen die Viertel der Kleinstadt mit immerhin mehr als 20.000 Einwohnern einen ganz normalen, funktionierenden und belebten Eindruck mit einer intakten Infrastruktur. 

 

 

 

Zum Schluss noch ein Foto des Rathauses am Platz der Verfassung (Constitución), eine Aufnahme der leider für Loja zur Zeit typischen Ansichten auf dem Weg dorthin und ein Bild von dem Versuch, weihnachtliche Stimmung in den Ort zu bringen.

(11.12.2023)

 

15| ANTEQUERA

Der Gratis-Stellplatz mit V/E liegt an einer Straße und lädt nicht unbedingt zu mehr als einer Übernachtung ein. Dafür ist es zu laut und zu beengt. Trotzdem blieben wir 2 Nächte, nutzten den ersten, sehr schönen Tag zur Erkundung der Stadt und den zweiten, verregneten für ausgiebige Nutzung des Waschsalons und Großeinkauf im Mercadona, beides ganz in der Nähe. 

 

Bis ins Zentrum gingen wir wenig mehr als 1 km, kamen vorbei an der Stierkampfarena und stiegen hinauf bis zur Alcazaba, einem Bau noch aus arabischer Zeit auf dem höchsten Punkt der Stadt. Leider war der Eintritt wegen Bauarbeiten dieser Tage nicht möglich, aber auch so hat sich der Aufstieg gelohnt. Schon allein wegen der Aussicht über die Dächer der Stadt. Und unter den Dächern blenden die Fassaden so weiß, als ob sie mindestens einmal im Jahr frisch gestrichen werden.

 

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Es wimmelt in Antequera nur so von Klostern und Kirchen, aber uns interessieren mehr weltliche Bauten. Darum hier Fotos von einem Platz, an dem mir vorstellen kann zu wohnen, von dem Innenhof der Stadtbücherei mit Kinderzeichnungen an den Wänden und von der Stierkampfarena.

(18.12.2023)

 

Auf dem Weg nach Málaga grüßt von weitem schon dieses beeindruckende Profil die Fahrer auf der Autoban.

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16| MÁLAGA

Hier standen wir am Stadtrand auf einem großen Parkplatz zwischen Sportanlage (Recinto Deportivo) und Einkaufszentrum, ca. 5 km von der Innenstadt entfernt. Was aber kein Problem ist wegen der Metrostation in nur 100 m Entfernung. Das Gemeinschaftsticket Billete Ocasional) kostet 1 Fahrt für 2 Personen 3 €, Aussteigen an der Endstation Guadalmedina, neben dem Kaufhaus Corte Inglès. Der Platz ist wegen der Autobahn je nach Windrichtung recht laut, aber wegen der Metroanbindung und Einkaufsmöglichkeit sehr gut gelegen.

 

N 36° 41' 05.47''

W. 4° 27' 34.90''

 

 

Die Großstadt Málaga mit rund 580.000 Menschen zieht mit ihrer Universität und reichhaltigem Freizeitangebot zwischen Strand und Bergen viel Jugend an und mit der historischen Altstadt, der Burganlage, den Museen und Restaurants massenhaft Touristen. Dementsprechend quirlig fanden wir selbst an Wochentagen im Dezember, bei strahlendem Sonnenschein und über 20 Grad im Schatten die Straßen vor. 

 

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Kirchen über Kirchen prägen wie in allen spanischen Städten das Stadtbild. Imposant vor allem die Kathedrale mit dem klingenden Namen Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación, ein riesiger Renaissance-Bau.

Am 2. Tag fuhren wir von der Innenstadt mit der Buslinie 8 an die(Playa del Dedo und trafen uns im Restaurant El Tintero mit dem Sohn von Freunden, der in Malaga studiert. Das Besondere an diesem Restaurant ist die Show, wenn die Kellner mit frischen Gerichten aus der Küche kommen, sie laut ausrufen und denjenigen auf den Tisch stellen, die sich als erste melden. Wie an allen Chiringuitis gibt es vor allem Fisch und Meeresfrüchte, und wie alle Lokale war auch das Tintero gut besucht von Einheinischen und Touristen. 

Der Sohn unserer Freunde bestätigte voller Überzeugung unseren Eindruck von der hohen Lebensqualität in Málaga.

(19.12.2023)

17| RONDA

Auf diesem privaten Stellplatz standen wir schon vor 5 Jahren, seitdem hat sich viel getan. Es sind Container mit WC und Dusche dazugekommen, Waschmaschine, Trocker und Geschirrspülbecken, ein überdachter Platz mit Tischen und Stühlen sowie ein eingezäuntes Areal, in dem Besucher ihren Hund freilaufen lassen können. 18 € kosten 24 Std. heute mit incl. V/E und Strom, dazu ein hilfsbereiter junger Mann an der Rezeption. In die Innenstadt sind es zu Fuß gut 2 km.

 

Schon 2018 habe ich ausführlich über die Sehenswürdigkeiten der Stadt berichtet, hier der Link dazu. In diesem Jahr machten wir einen ausgiebigen Stadtbummel, bei schönem Wetter mit sehr starkem Wind.

 

Ronda wurde am Abgrund errichtet, mehr dazu 2018. Auf dem 2. Bild die Stierkampfarena mit Weihnachtsdeko, unten Fassadenmalerie im ansonsten schmucklosen Neubauviertel.  

(19.12.2023)

Zwischen Ronda und Grazalema fuhren wir an mehreren Hinweisschildern auf den Caminito del Rey vorbei, berühmt wegen seiner gewagten Konstruktion und spektakulärer Aussichten. Es ist noch niemand abgestürzt und kein Wegstück abgebrochen, aber ich bin weder schwindelfrei noch frei von Höhenangst, weshalb wir auf diesen Abstecher verzichtet haben. Die ihn machen, erzählen begeistert davon.

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18| GRAZALEMA

Auf diesem Parkplatz am Ortseingang, dem einzigen, der mit Camper oder Wohnmobil zugänglich ist, verbrachten wir eine ruhige Nacht in Gesellschaft von 4 weiteren Campern.

 

N 36° 45' 42.28''

W. 5° 21'. 44.71''

 

Das Dorf liegt im Naturschutzpark Sierra de Grazalema, weshalb es Wandertouristen nicht nur aus Spanien anzieht.

 

 

 

 

 

Grazalema gehört mit seinen etwas über 2.000 Einwohnern zu den weißen Dörfern der Provinz Cadiz, vor langer Zeit von den Arabern gegründet, und heute zu den 10 schönsten Dörfern Spaniens. Wir haben den Bummel am sonnigen Sonntag sehr genossen, wie soviele andere auch einschließlich Rad- und Motorradfahrer. Beschaulich geht es zu im Ort, auf den schmalen Straßen mit uraltem Steinpflaster, auf denen fast nur Einheimische ihre Fahrzeuge bewegen und auf den wenigen Parkmöglichkeiten abstellen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wäsche waschen früher und heute: Früher in dem alten Waschhaus, in dem immer noch das Wasser sprudelt, heute zuhause mit der Waschmaschine. Und wer keinen Balkon oder Innenhof hat und keinen Trockner, spannt sich eine Wäscheleine zwischen Bäumen und hängt seine Klamotten auf eimem der wenigen ebenen Plätze auf.

 

In Zeiten der Wasserknappheit wichtiger denn je sind die sprudelnden Quellen der Bergdörfer, Grazalema liegt in über 800 m Höhe. Diese wasserspeienden Köpfe stammen noch aus römischer Zeit.

(20.12.2023) 

 

 

 

 

 

19| ALGODONALES

Der Gratis-Stellplatz für rund 50 Wohnmobile mit zwei  V/E-Plätzen liegt am Ortsrand und ist nur zu Zeiten der Feria Ende Juli gesperrt. Wir verbrachten eine ruhige Nacht bis zum Wecken durch frühen Hahnenschrei, aber für Städter wie uns gibt es  wirklich Schlimmeres. 

 

Algodonales hat ca. 5.500 Einwohner und ist ganz anders als Grazamena, auf seine Art nicht minder interessant. Weniger herausgeputzt, weniger pittoresk, weniger monumental, aber voller Leben. Jedenfalls dort, wo an einem Wintertag die Sonne hinkommt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dies ist nicht etwa ein abstraktes Gemälde, sondern eine vorsorglich abgerundete Hausecke mit den Spuren der Autos, die die enge Kurve von einem Parkplatz auf die Straße nicht gekriegt haben. Jedenfalls nicht ohne Farbabrieb.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier das Rezept für ein typisches Hausmannsgericht der Region, mit Kacheln an einer Fassade angebracht.

 

Lust zum Nachkochen?

 

 

Auch in Algodonales ist der lavadero, der alte Waschplatz gut erhalten, genauso wie die sprudelnde Quelle mitsamt Erklärung ihrer Geschichte.

(20.12.2023)

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20| OSUNA

Auch dieser Stellplatz ist gratis incl. V/E. Er liegt gegenüber vom Krankenhaus und am Rand eines Parkplatzes für den Supermarkt family cash, was äußerßt praktisch ist. Die Nacht war ruhiger als befürchtet, nur am frühen Morgen störte die Maschine, mit der der Parktplatz gereinigt wurde. 

 

Osuna mit über 17.000 Einwohnern verfügt über ein historische Zentrum, das seinen Besuchern viel bietet. Allem voran die Straße (calle) San Pedro mit prunkvollen Palästen und herrschaftlichen Häusern. Das Fotografieren in der engen Straße voller parkender Autos ist nicht leicht, die Fotos auf der Tourismus-Seite der Provinz Sevilla sind viel besser als meine.

 

 

Osuna hat eine reiche Vergangenheit im wahrsten Sinne des Wortes. Davon zeugen nicht nur Klöster und Kirchen, sondern auch eine Universität. Sie wurde im 16. Jahrhundert im damaligen Königreich Sevilla gegründet, seit 30 Jahren büffeln im denkmalgeschützten Gebäude wieder Studenten oder pausieren in der Cafeteria. Die Universität von Osuna gehört zu  der von Sevilla.

Gern hätten wir uns auch  El Coto de las Canteras von innen angesehen, wo vor Jahrhunderten Kalksandstein gewonnen wurde für den Häuserbau und heute viele kunstvolle Reliefs besichtigt werden können. Aber als wir um 17:00 h ankamen, wurde der Eingang gerade abgeschlossen. Manchmal ist es eben doch besser, sich vorher zu informieren ... 

Aber immerhin, es war ein schöner Weg aus der Stadt heraus, nicht mehr als 1,5 km, und mit schönem Blick auf das Städtchen.

(21.12.2023)

21| ÉCIJA

Der Gratis-Stellplatz incl. V/E liegt weniger als 1 km vom historischen Zentrum entfernt und bietet Platz für 15 Fahrzeuge bis zu 8,5 m Länge.

 

Zwei Nächte verbrachten wir dort, mit Autoverkehr am frühen Morgen, haben aber trotzdem gut geschlafen. In 100m Entfernung liegt die Polizeiwache.

 

Écija mit seinen fast 40.000 Einwohnern trägt gleich zwei Beinamen: sartén de España/Bratpfanne Spaniens als heißester Ort des Landes und ciudad de las torres /Stadt der Türme wegen der auffallend vielen und unterschiedlichen Türme. Das mit der Bratpfanne gilt wohl auch für Córdoba, Sevilla und Jaén, Türme haben wir tatsächlich auffallend viele gesehen.

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An unserem Ankunftstag war die Pfanne ausgekühlt und feucht, weshalb wir im geheizten Womo blieben und ich endlich endlich diese Seite auf Vordermann bringen und online stellen konnte. Der zweite Tag war wieder einmal wunderschön bei bis zu 14° und eitel Sonnenschein, was wir zu einem ausgiebigen Bummel durch die wirklich sehenswerte Stadt nutzten. Ein Volltreffer war die Touristen-Information mit einer supernetten Frau, die sogar noch sehr gut deutsch spricht. 

 

Bei den Arbeiten für eine Tiefgarage wurde 2002 die Plaza de España aufgerissen und siehe da, der gesamte Bereich erwies sich als archäologische Fundgrube. Viele der Fundstücke, vor allem die weltweit berühmte Statue der Amazona herida/ Verwundete Amazone, wanderten in das Historische Museum der Stadt. Wir besuchen es das nächste Mal, versprochen, dieses Mal siegten Hunger und die Leckereien, die wir schon spät in der Markthalle kauften. Anderes haben wir angeschaut, hier die Fotos dazu,

 

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Immer wieder faszinieren mich in diesen alten Städten die Verkabelung an Fassaden, in Nischen und über die Straße hinweg. 

(22.12.2023)

wir verlassen Andalusien


Wir verlassen Andalusien, und während der Fahrt durch Castilla la Mancha staune ich über das junge Grün auf den Hügeln.

 

 

 

 

22| CIUDAD REAL

Der offizielle Stellplatz bietet nur 6 Wohnmobilen eine Parkmöglichkeit, aber wenn er voll ist, werden sie auch auf den anliegenden Pkw-Plätzen geduldet. 48 Std. sind erlaubt und kostenfrei incl. V/E.

 

Wir blieben nur eine Nacht, obwohl wir zwei eingeplant hatten, aber die Stadt mit rund 75.000 Einwohnern und einem modernen Stadtbild hat uns nicht zum Längerbleiben gereizt. Auch nicht das Museo del Quijot/Don Quichote Museum. Miguel Cervantes, der diesen Klassiker geschrieben hat, wurde nicht in Ciudad Real geboren, aber stammt aus Castilla la Mancha.

 

 

Vom Stellplatz aus sind wir durch den Gasset Park in die Innenstadt gegangen. Ein hübscher kleiner Park mit Springbrunnen und Sitzbänken, auf deren Kacheln eben jener Romanheld Don Quichote nicht nur gegen Windmühlen kämpft.

 

 

Bis zur Plaza España mit dem  Rathaus sind es keine 1,5 km. Mit seiner originellen Bauweise ist es wohl eines der am häuufigsten fotografierten Gebäude der Stadt. Am Freitaqgnachmittag waren die Buden des Weihnachtsmarktes auf dem Platz allesamt geschlossen. 

 

 

Die Kathedrale de Santa Maria del Prado liegt hinter dem kleinen gleichnamigen Park, an dessen Flanke das Gran Casino aus dem Ende des 19. Jahrhunderts heute Raum für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen bietet.

In der Innenstadt liegt auch dieses Gebäude und bietet einen Blick in Zukunft: Es handelt sich um ein Altersheim.

(22.12.2023)

23| ALMAGRO

In diesem für die Region Castilla la Mancha so typischen Dorf standen wir auf einem Parkplatz nur 500 m vom historischen Zentrum entfernt.

 

N 38° 53' 04.85''

W. 3° 42' 35.68''

 

Der Platz war hell erleuchtet und wir das einzige Fahrzeug, auch kein Pkw. Praktisch sind die Müllcontainer am Parkplatzrand, blöd ist, dass sie auch in der Nacht von Samstag auf Sonntag enorm lautstark geleert werden.

 

Aber das Dorf mit seinen fast 9.000 Einwohnern ist allemal eine etwas unruhige Nacht wert. Hauptattraktion ist die Plaza Mayor, die es von der Größe her mit vielen Städten aufnehmen kann. Die beidseitigen Häuserreihen auf Stützportalen wurden in ihrer heutigen Form im 17./18. Jahrhundert erneuert, die ursprüngliche Planung und Bebauung stammt aus dem 13. Jahrhundert. An der Stirnseite das Rathaus.

 

Wir waren am 23.12. gegen 16.30 Uhr dort und staunten nicht schlecht über die vollen Terrassen der Bars/Restaurants auf der Sonnenseite, gegenüber im Schatten nur leere Stühle. 

Dies ist keine Kathedrale, sondern die Universidad Antigua/die Alte Universität von Almagro. Heute ist sie einer der Austragungsorte des alljährlich im Juli stattfindende Theaterfestivals, das größte für klassisches Theater in ganz Spanien. 

 

 

Vor der malerischen Kulisse der alten Dorfstraßen, allesamt gut erhalten und gepflegt, drehte Pedro Almodóvar seinen Film Volver mit Penélope Cruz in der Hauptrolle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Almagro finden sich auch Straßen mit herrschaftlichen Palästen, und sogar mit deutschen Namen wie Fugger oder Wessel, aus einer Zeit, als der Ort zu den wichtigsten Kastiliens gehörte. Einige der Stadtpläste können besichtigt werden.

(24.12.2023)

VILLARROBLEDO

Wir haben eine ruhige Nacht verbrachten auf diesem Parkplatz, der samstags für den Markt gesperrt ist. Vollarrobledo bietet unseres Erachtens nichts für Besucher - außer einer großen Auswahl an Restaurants unterschiedlicher Preisklassen. Die Region Castilla la Manche ist unter Spaniern bekannt für ihre gute Küche, und Orte wie das gesichtslose Villarrobledo beherbergen kulinarische Überraschungen.

 

N 39° 16' 18.98''

W. 2° 36' 27.55''

 

Am 24.12. sind wir mittags im Meson Casa Angel gewesen und waren höchst angetan von der Qualität der Gerichte und der Professionalität und Freundlichkeit der Frauen, die uns bedienten.

(25.12.2023)

 

 

 

 

 

 

 

 

24| BUÑOL

Schon lange habe ich nicht mehr so gut durchgeschlafen wie auf diesem Parkplatz, in Gesellschaft zweier Camper. Der Platz liegt vor den Sport- und Erholungsanlagen mit Ententeich, Picknicktischen Wanderwegen. Das lag vielleicht an Weihnachten, an anderen Tagen kann ich mir durchaus lebhafteren Betrieb bis in den späten Abend vorstellen, zumal zwischen Sportanlagen und Teich eine Cafeteria mit Terrasse liegt.

 

N 39° 24' 53.28''

W. 0° 47' 0.82''

 

Schon vor Eintritt in das Städtchen mit ca. 9.500 Einwohnern offenbart sich, das es nicht vom Tourismus lebt, sondern eher von den Zementfabriken. Dementsprechend beherrschen das Straßenbild moderne Häuserreihen mit bis zu 6 Stockwerken und junge Immigranten aus Nordafrika, die in diesen Fabriken oder auf dem Feld Arbeit gefunden haben. 

 

 

Aufgefallen ist mir die gehäkelte Weihnachtsdekoration nicht nur bei diesem Baum, sondern auch oben beim Castillo, und das ständige Treppensteigen. Diese hier haben wir allerdings umgangen, so war es zwar weiter zum Castillo, aber auch deutlich bequemer.

Das weiträumige Castillo aus dem 11. bis 12. Jahrhundert, besteht vor allem aus Ruinen, an deren Wände aber einige Häuser gebaut wurden. Von oben blickten wir auf die Hauptkirche des Ortes mit blauer Kuppel und fanden unsere Überzeugung bestätigt, dass Buñol den Touristen viel mehr nicht bieten kann.

(26.12.2023)

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 Einschiffen am frühen Abend in Valencia