Mallorca, mein Wohnsitz seit 1996


Mallorca ist im Winter am schönsten

Mallorca im Winter ist einfach nur klasse für diejenigen, die die Schönheiten der Insel in Ruhe erkunden wollen. Bus und Bahn bringen Einheimische und Gäste fast in jedes Dorf, egal ob an der Küste oder im Inselinneren, und wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, findet nicht ganz so viel Verkehr auf Autobahnen und Straßen wie im Sommer.

 

Auch im historischen Zentrum der Hauptstadt Palma finden sich leere Gassen und ein freier Blick auf schöne alte Gebäude hinter blattlosen Bäumen, und im Gegensatz zu den Küstenorten sind hier die meisten Restaurants auch im Winter geöffnet.

(05.02.2026)

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Dabei geht es uns wie vor einem halben Jahrhundert meinen Eltern in Ahrensburg bei Hamburg: Das Schloss besuchten sie, wenn Besuch von außerhalb kam. Wir waren im Dezember mit andalusischen Verwandten von Gabriel unterwegs, so war ich endlich mal wieder in Valldemossa, Sòller und im Kloster Lluc. An einem Aussichtspunkt (mirador) an der Küstenstraße Richtung Norden genoss eine Katze am Mirador (Aussichtspunkt) die friedliche Stille.

 

 

In diesem Winter hat es oft geregnet und gestürmt und haben wir es viel zu selten geschafft, gemeinsam eine Radtour zu unternehmen. Aber immerhin, grasende Schafe und Apfelsinen an den Bäumen haben wir angetroffen, dazu noch Sonne - Grund genug für ein Selfie, um den Moment unter blauem Himmel festzuhalten.

 

Immerhin: zwei neue Stellplätze

Dezember 2025

Im Mai 2023 berichtete ich von einer Demonstration in Palma zugunsten einer offiziellen Infrastruktur für Reisemobile und Wohnwagen auf Mallorca. Anscheinend hat sie tatsächlich etwas bewirkt, denn in diesem Jahr wurden die ersten beiden Stellplätze auf der Insel eingeweiht. Ob damit das verstärkte Wildcampen in erster Meereslinie abgebaut werden kann, bleibt abzuwarten. Die zahlreichen Wohnmobile an der Küste hatten z.B. dazu geführt, dass in Can Picafort Wohnmobil-Verbot im ganzen Ort herrscht, was hoffentlich nicht weiter Schule macht.

 

Vergangenes Wochenende haben wir uns die beiden Plätze angeschaut, ohne dort zu übernachten. Beginnen wir mit dem positiveren Teil, dem Platz in Son Serra de Marina.

 

SON SERRA de MARINA

Der ruhige kleine Küstenort Son Serra de Marina gehört zur Gemeinde St. Margalida im Nordosten der Insel, nur 11 km von Can Picafort entfernt. Der im Sommer 2025 eingeweihte Stellplatz verfügt über 24 Parzellen, Ver- und Entsorgung von Grau- und Schwarzwasser, und bei meiner Besichtigung sah ich im oberen Teil 5 Stromanschlüsse. 

 

Der gesamte Platz ist eingezäunt und videoüberwacht, und wem das nicht sicher genug ist, der wird sich über die Polizeistation in unmittelbarer Nachbarschaft freuen. Auch ein Kinderspielplatz liegt gleich nebenan, und das Meer wartet in ca. 100-150 m Entfernung, auch die Berge sind unverstellt in der Ferne zu sehen. Im unteren, ziemlich schräg abfallenden Teil reihen sich die Parzellen hintereinander, oben, wo es auch teilweise Schatten gibt, liegen sie sich gegenüber. Beach-Bars, ein kleiner Supermarkt und die Apotheke sind nah.

 

Kosten: 16 € pro Nacht all in bei einer maximalen Aufenthaltsdauer von 10 Tagen. Über die Form der Bezahlung informiert ein ScanCode oder die App. TripStop. Müllcontainer aller Art sind auch vorhanden. 

 

 

So weit, so gut. Auf einer großen Info-Tafel vor dem Eingang steht geschrieben, was die Besucher des Platzes tunlichst unterlassen sollten. Irritiert hat mich, dass keine Markisen ausgefahren werden dürfen auf diesem größtenteils schattenlosen Platz im sonnig-heißen Mallorca und dass allen Ernstes pro Fahrzeug nur ein Tisch und zwei Stühle draußen aufgestellt werden dürfen. Also nichts für Paare mit Kindern? Die Parzellen sind tatsächlich nicht sonderlich breit, aber trotzdem findet Platz für Möbel, wer ihn sucht. Die Bewertungen bei Park4Night hangeln sich derzeit um 3 Sternchen herum, was z.B. mit mehr Stromanschlüssen besser werden könnte.

 

Ein Scherz am Rande scheint mir das deutsche Reserviert-Schild auf einer der Parzellen zu sein.

 

 

 

 

MURO

Das Städtchen Muro liegt in der gleichnamigen Gemeinde, ebenfalls im Nordosten der Insel, der Stellplatz in einer eher unschönen Gegend am Rand. Er wurde ebenfalls im Sommer 2025 eingeweiht und war für uns eine einzige Enttäuschung. Okay, man steht gratis incl. Ver- und Entsorgung sowie Müllentsorgung und nachts ist das Gelände beleuchtet - das ist aber auch schon alles. Auf dem Foto oben steht ein Fahrzeug aus Frankreich auf der Service-Station, ansonsten war es leer.

 

Leer war es (das 2. Fahrzeug ist Maggie) und schattig am Vormittag, dabei sehr schräg auf schottrigem Boden mit tiefen Rillen nach dem letzten Regenguss. Gabriel und ich waren beide sehr enttäuscht von diesem trostlosen Anblick. Einer dieser Plätze, die wir beide nur anfahren würden, wenn uns nichts anderes übrig bleibt. Schade, da hätte die Stadt mehr draus machen können.

 

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Womo-Demo in Palma de Mallorca

Mai 2023:

Am Samstag, dem 6. Mai, demonstrierten nach Angaben der Mallorca Zeitung (hier der Link zum Artikel von Simone Werner) ca. 300 Wohnmobile mit einer langsamen Fahrt durch Mallorcas Hauptstadt. Nicht GEGEN irgendetwas, sondern FÜR den Aufbau einer Infrastruktur für autocaravanas (Wohnmobile) und caravanas (Wohnwagen) auf der Insel. Wir gehören keiner der beiden ortsansässigen Vereinigungen von autocaravanistas (Wohnmobilisten) an, weshalb wir davon erst im Nachhinein aus der Zeitung erfahren haben. 

 

Am 2. März 2023 veröffentlichte das Mallorca Magazin den untenstehenden  Artikel des Journalisten Martin Ansorge zur aktuellen Situation auf Mallorca in bezug auf Reise- und Unterstellmöglichkeiten von Campern und Wohnmobilen. Fazit: Es hat sich nicht wirklich was getan auf unserer Insel. Ab und zu hören wir von dieser oder jener Gemeinde, dass ein Stellplatz in Planung sei, besonders jetzt, kurz vor den Wahlen, aber bis heute wurde nichts davon in die Tat umgesetzt. 

 

 

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Daniela Katzenberger: Weihnachten auf Mallorca "ein Horror"???

In einem Interview mit der Bild-Zeitung sagte Daniela Katzenberger am 19.12.22, dass Weihnachten auf Mallorca für sie ein Horror sei. Zu viel Sonne, zu viel Wärme, zu wenig Kalorien, zu wenig Schnee und zu allem Überfluss geschmückte Palmen statt Tannenbäume und Glühwein, der "nach aufgewärmter Sangria" schmeckt. 

 

Folglich flog sie in ihre deutsche Heimat, wo es meist grau in grau war und die schicken Stiefel wohl eher durch Matsch schwappten anstatt auf Schnee zu knirschen.

 

FÜR MICH IST WEIHNACHTEN AUF MALLORCA  EIN TRAUM, IST LUXUS UND PRIVILEG!!!

auf ein Glas Wermut am 24. Dezember in Cala Murada
auf ein Glas Wermut am 24. Dezember in Cala Murada

 

In Palmas Innenstadt ziehen sich üppige Lichterketten und -kugeln vom Stamm bis hoch in die Spitzen der vielen Bäume und verzaubern mit ihrem Glanz allabendlich Einheimische und Touristen. Tagsüber sorgen milde Temperaturen und viel Sonne für Entspannung im Körper, Gelassenheit im Kopf und Dankbarkeit im Herzen.

 

Apropos Körper, Schlemmen bis zur Völlerei gehört auf Mallorca genauso zu Weihnachten wie in Deutschland. Nur dass auf der Insel traditionell ein Spanferkel aus dem Ofen gezogen wird anstatt Gans oder Ente. Die Mallorquiner lieben es, gemeinsam mit Familie, Freunden oder Kollegen um einen üppig gedeckten Tisch zu sitzen bei leckerem Essen und gutem Wein.

 

am 25. Dezember auf dem Parkplatz des Restaurants "Rancho Grande"
am 25. Dezember auf dem Parkplatz des Restaurants "Rancho Grande"

 

Am Sonntag, dem 1. Feiertag, fuhren wir mit Maggie zu dem rustikalen  Restaurant Rancho Grande in Santa Margalida, das wir schon mehrmals mit den Enkelkindern aufgesucht haben. Bei der Reservierung kann man mit dem Besitzer eine mögliche Übernachtung auf dem großen Parkplatz absprechen, die Ausfahrt ist allerdings erst am nächsten Morgen ab 9:00 Uhr möglich, wenn man nicht vor der Schließung um ca. 18:00 Uhr das Terrain verlässt. Das Spanferkel war wieder einmal äußerst knusprig und lecker!

 

Das Familientreffen am 2. Feiertag mit Gabriels Kindern und den Enkeln mit in der Sonne glitzerndem Meer vor der Nase rundete unser diesjähriges Weihnachten perfekt ab.

 

Solchermaßen verwöhnt und zufrieden wünsche ich Frau Katzenberger, dass auch sie die Feiertage in Deutschland genossen hat.

(26.12.2022)

Nekropole im Nordosten

März 2022:

Immerhin, 26 Jahre nach meinem Umzug auf diese schöne Insel habe ich es das erste Mal zur Nekropole (Totenstadt) geschafft, animiert durch einen mallorquinischen Freund. Schon allein der Spaziergang von Can Picafort, immer an der Küste entlang, ist abwechslungsreich. Zunächst geht es auf der Promenade vorbei an Hotels und Restaurants, das Übliche halt, aber mit originalen Steinskulpturen-Gruppen auf der Wasserseite. Empfehlen kann ich das Restaurant El Puerto, dort haben wir an einem Wochenende im Winter gut gegessen bei professioneller Bedienung.  Ganz zu schweigen von dem tollen Blick aufs Meer, da hatten wir Glück mit einem Tisch am Fenster.

 

Wo die Promenade endet, geht es weiter auf sandigen Wegen, über den Strand oder durch Algen zu der kleinen Halbinsel mit der Nekropole. 

 

 

Die Totenstadt mit über 100 Grabstätten war zwischen dem 7. und dem 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung wohl für die Herrschaften der besseren Gesellschaft gedacht. Die Archäologen schließen das aus dem Fehlen einer Siedlung in der Nähe ( zumindest haben sie bis heute nichts dergleichen gefunden), aus der Größe der einzelnen Grabstätten und aus dem Zustand der Skelette, die keine Spuren von schwerer körperlicher Arbeit aufwiesen. Beeindruckend, was man auch nach über 2000 Jahren noch so alles nachweisen kann am menschlichen Körper.

 

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Der oben beschriebene Weg durch die Natur ist auch bei Reitern sehr beliebt

So langsam wird es eng

Juli 2021:

Auf Mallorca sind die Möglichkeiten für Wohnmobile sehr beschränkt, ich habe das schon weiter unten beschrieben unter der fragenden Überschrift 'Mallorca mit dem Wohnmobil?'. Der aktuelle Reisemobil-Boom hat auch vor den Insulanern nicht Halt gemacht, die im Winter an den Wochenenden und während der Sommerferien in immer größerer Anzahl ihr Glück suchen, sprich einen Platz zum Übernachten. Das hat zu Überfüllung und Überlastung der Natur (Müll und auch Fäkalien) und viel Ärger geführt und wird hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft mit einer deutlich verbesserten Infrastruktur geregelt werden. 

 

Als Beispiel für die Entwicklung stelle ich drei Fotos von ein und demselben Platz ein, die wohl für sich sprechen. Das erste zeigt Maggie mutterseelenallein an einer schönen Bucht. Fünf Jahre hindurch standen wir eine oder auch zwei Nächte im Winter dort, manchmal mit Freunden und deren Womo, und ließen fast immer Geld in einem Restaurant am Ort.

 

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Im vergangenen Winter 20/21 trauten wir unseren Augen nicht, als eines schönen Tages ein Paar Tisch und Stühle rausholte und es sich zwischen Wohnmobil und Küste bequem machte. Als ob hier ein Campingplatz wäre! Wenig später waren es schon fünf Fahrzeuge, und die meisten ließen gerade mal einen Meter zwischen sich und dem Wasser. Tja, und das Ende vom Lied zeigt das dritte Foto: Nichts geht mehr, Parken verboten.

 

Ich kann es sogar verstehen. Auf diesem Platz werden seit ewigen Zeiten Hunde ausgeführt und spielen Kinder, sitzen Männer mit ihrer Angel auf den Steinen am Wasser und hoffen stundenlang auf den Fang. Nachbarn treffen sich um Spaziergang und Liebespaare für eine romantische Stunde bei Sonnenuntergang. Da stören wir, wenn wir gehäuft auftreten.

 

Schuld ist ein zu schweres Wort, aber ein Grund für diesen Boom scheint mir in der Werbung der Hersteller zu liegen, wo es von Fotos frei stehender Wohnmobile an idyllischen Buchten, auf Waldlichtungen (wie sind die da bloß hingekommen?) oder direkt am Fjord nur so wimmelt. Fehlt nur noch das Busformat auf dem Berggipfel. 

 

Auch scheint es für viele mobil Reisende ein Wettbewerb zu sein, auf Facebook, Instagram und YouTube die einsamsten Plätze in der Natur zu präsentieren, mit Koordinaten und genauer Wegbeschreibung, auf dass es sich ordentlich füllen möge.

 

In diesem Sinne: Seid uns nicht böse, aber sogenannte Geheimtipps gaben und geben wir nicht weiter und fragen auch andere nicht danach. Weder auf Mallorca noch sonstwo.

 

 

Altes Haus und neues Spielzeug in Cala Murada

Dezember 2020:

Gabriels neues Lieblingsspielzeug ist eine Drohne. Drohend breitet sie ihre Flügel aus und schwebt über dem Wohnmobil und unseren Köpfen und bleibt in der Luft, solange die Batterie reicht. Gabriel hat eifrig die sehr klein gedruckte Bedienungsanleitung studiert und sich etliche Videos im Internet angesehen, bevor er sich dieser Tage an die Praxis wagte. Und siehe da, das Ding fiel weder ins Wasser noch auf den Asphalt und hat deutlich gemacht, was wir schon ahnten: Maggie muss dringend auf dem Dach gewaschen werden!

 

 

 

Mallorca ist immer wieder für eine Überraschung gut, auch nach 25 Jahren noch. Der kleine Ort Cala Murada an der Süd-Ostküste, in der Nähe von Portocolom, ist so fest in deutscher Hand, dass ich mich dort vielleicht gerade deshalb bisher nicht näher umgeschaut habe. Dabei ist es ein völlig unaufgeregtes Nest, ohne Hafen, ohne Schickimicki und mit nur einem großen Hotelklotz, der etwas abseits liegt. Ruhige Straßen mit Einfamilienhäusern auf großzügigen Grundstücken, einige  Bars und Restaurants, zwei Supermärkte, Gärtnerei, Handwerksbetriebe und Arzt, das war's auch schon. 

 

In die Bucht bettet sich ein kleiner, steiniger Strand, daneben liegt ein Restaurant. Die Landzunge ist leider mit eine Reihenhausanlage voll gebaut.

 

Auf der anderen Seite begrenzt eine hohe Felswand die Bucht, in die Wind und Wetter in tausenden von Jahren Höhlen gefressen haben. Davon gibt es viele auf Mallorca, früher haben die Frischer darin nicht nur ihren Fang, sondern oft auch Schmuggelware wie Alkohol und Zigaretten gelagert. An der Cala Murada findet sich ein gutes Beispiel, wie diese zum Teil großen Höhlen zu mehrstöckigen Wohnhäusern ausgebaut wurden, und das vor noch gar nicht mal so langer Zeit.

 

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Mallorca mit dem Wohnmobil?

Oktober 2020:

In der zweiten Septemberwoche im Coronajahr 2020 (hoffentlich gibt es nur dieses eine!) waren wir mal wieder mit Maggie unterwegs auf unserer Heimatinsel. Danach habe ich spasseshalber  Mallorca mit dem Wohnmobil gegoogelt und war erstaunt, dass sich mehr Deutsche als gedacht im Camper oder Wohnmobil auf den Weg und auf die Fähre machen, um die Insel eigenständig zu erkunden.

 

Bisher habe ich einen Wohnmobil-Urlaub auf Mallorca nicht empfohlen; nach unserem jetzigen

5-tägigen Ausflug rate ich sogar davon ab. Und das, obwohl man mit einem Camper bis 6 m Länge oder einem Wohnmobil + Motorrad fast überall hinkommt. 

 

Ein Problem ist die mangelhafte bis nicht vorhandene Infrastruktur. Es gibt keinen genehmigten Campingplatz, und der einzige offizielle Stellplatz der Gemeinde Son Servera bei Cala Bona an der Ostküste bietet ein trostloses Bild. Der Wasserhahn wurde abgeschraubt und der WC-Einlass ist bombenfest verriegelt. Entsprechend hoch wächst das Unkraut zwischen den Steinen hervor.

 

Abgeriegelt wurde auch die erst vor drei Jahren eröffnete Servicestation an der Tankstelle Petroest in Palma. Die Angestellten dort hatten es verständlicherweise satt, die Sauerei nachlässiger Entsorgung wegzumachen. Für 5 € wird die Absperrung geöffnet, aber dann kann man auch gleich in das Industriegebiet Son Castellò fahren und die kostenlose Servicestation auf dem Recyclinghof nutzen, die einzige zur Zeit vorhandene.

Adresse: Carrer del Gremi de Sucrers i Candelers, 32, 07009 Palma. 

 

Das zweite Problem ergibt sich aus dem ersten.  Weil es keine Stellplätze gibt, übernachten Camper und Wohnmobilfahrer frei. Dafür gab und gibt es traumhafte Plätze, aber auch die werden immer weniger. An einem unserer Lieblingsplätze direkt an der Küste und sogar auf dem freien Feld auf der anderen Straßenseite fanden wir Parkverbotsschilder und aufgereihte Steine; an einem anderen langgezogene gelbe Linien, an denen das Parken verboten ist. So bleibt selbst für die ortskundigen Insulaner immer weniger Bewegungsfreiheit, von der wir sehr gern außerhalb der Touristensaison Gebrauch gemacht haben. Immerhin können wir unsere Kassette im eigenen Klo zuhause entleeren.

 

An der Küste unten im Bild standen wir noch Anfang Juni 2020 ohne Probleme, drei Monate später im September ist das nicht mehr möglich. Die Fenster hatte ich nur für das Foto geöffnet, allein das läuft unter Campingverhalten und ist verboten. 

 

 

 

An dieser und auch der Parallelstraße wurden zu beiden Seiten gelbe Streifen gepinselt, die das Parken untersagen. Das Foto ist von Juni 2020, vier Jahre standen wir hier ruhig und friedlich die eine oder andere Nacht.