Vierertrip im Mai 2018

Wie es zu dieser Reise kam und wie wir sie organisiert haben,  könnt ihr im Blog nachlesen.

 

KLARSTELLUNG: In der folgenden Reisebeschreibung nenne ich einige Hotels und Restaurants beim Namen und verlinke sie womöglich. Es sind die Häuser, in denen unsere Freunde logiert haben und zufrieden waren. Laut geltem Recht ist dies unbezahlte Werbung. Es handelt sich dabei nicht um eine von diesen Unternehmen in Auftrag gegebene Werbung, sie wissen noch nicht einmal davon. Ich bekomme weder Geld noch sonst irgendwelche Vorteile als Gegenleistung. Zu dieser Klarstellung bin ich von Rechts wegen verpflichtet.

Unsere Reise zu Viert begann in Essay, einem kleinen Dorf in der Normandie. Danach passierten wir folgende Stationen: 1| Überherrn im Saarland - 2| Neustadt-Hambach a.d. Weinstraße in Rheinland-Pfalz - 3|  Ladenburg und Heidelberg in Baden-Württemberg - 4| Nördlingen in Bayern - 5| Meersburg und Unteruhldingen in Baden-Württemberg - 6| Freiburg in Baden-Württemberg - 7| Nürtingen und Tübingen in Baden-Württemberg

Die Reiseleiterin der Wahl war meine Wenigkeit, ein Job, den ich durchaus ernst nahm ;-)). Deshalb sind viele Fotos dieser Reise von unserem Freund Pau Bonet und entsprechend gekennzeichnet.

 

1| Spargelessen in Überherrn

Es ist wie so oft in Deutschland und wohl auch anderswo: Die Gemeinde Überherrn wurde aus sechs Dörfern zusammengelegt. Das Gemeindeland beginnt nur wenige Kilometer hinter der deutsch-französischen Grenze im Saarland, ich weiß gar nicht, zu welchem der Dörfer das gebuchte Hotel gehört. Im Linslerhof hatte ich ein Zimmer reserviert für unsere Freunde und ein Plätzchen auf dem Innenhof für Maggie, mit Stromanschluss in der Scheune und Frühstück für uns. Nach 600 km Fahrt mit vielen Kaffee- und Pinkelpausen erreichten wir unser Ziel zeitig genug zum Duschen und Anhübschen für ein gemeinsames Abendessen (Spargelzeit, hmm!) im Hotelrestaurant. Ein perfekter Start in den Urlaub. Und ein guter erster Eindruck von Deutschland für unsere spanischen Freunde. Ausgeruht fuhren wir am nächsten Morgen weiter in Richtung Weinstraße.

 

Im Linslerhof können die Gäste ihr Pferd mitbringen oder ihren Falken zur Jagd abrichten lassen. An beidem hatten wir ausnahmsweise gerade keinen Bedarf, erfreuten uns aber an der ländlichen Idylle mit Gutshof-Feeling.

 

der Linslerhof in Überherrn
der Linslerhof in Überherrn

2| Weinselige Demokratie in Neustadt-Hambach

Alle Vier genießen wir gern guten Wein zum Essen, in Spanien fast ausschließlich roten aus unter viel Sonne gereiften Trauben. Die meisten Spanier denken bei deutschem Weißwein nur an Riesling, so wie viele Deutsche spanischen Rotwein automatisch mit Rioja verbinden. Verständlich, wenn man das Angebot vieler Supermärkte in beiden Ländern betrachtet. Ich hatte mir vorgenommen, Gabriel und unsere Freunde von der Vielfalt der deutschen Trauben zu überzeugen, von Gutedel, Grauburgunder und Silvaner zum Beispiel. Was also lag näher als Station auf einem Weingut zu machen?

 

Im Ortsteil Hambach in Neustadt a.d. Weinstraße bieten gleich mehrere Weingüter neben Zimmern auch Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnmobile an, im Hinterhof oder auch auf eingerichteten Stellplätzen. Fast alle liegen sie in der Angergasse, die sich durch den ganzen Ort schlängelt. Für uns hatte ich den Rebenhof ausgesucht, was sich in der Kombination Gästezimmer / Wohnmobil mit familiärer Betreuung als erste Wahl erwies. Für Womos gibt es Dusche und Toilette auf dem Hof, auch Strom, der allerdings schwächelt. Gabriel und ich konnten uns gegen Aufpreis mit den Pensionsgästen am reichhaltigen Frühstücksbüffet stärken.

 

Blick vom Gästezimmer auf Maggie vor den Weinstöcken, später waren wir zu Dritt
Blick vom Gästezimmer auf Maggie vor den Weinstöcken, später waren wir zu Dritt

Als überzeugte Demokraten mit sehr unterschiedlichen politischen Auffassungen stapften wir natürlich den Weg zur Burg hinauf und waren angetan von der Ausstellung zum Hambacher Fest (1832), das bis heute als die Wiege der Demokratie in Deutschland gilt. Eine dieser modernen Ausstellungen, bei denen man mitspielen darf und ein Andenken geschenkt bekommt, hier ein Schlüsselband in schwarz-rot-gelb.

 

nur ein kleiner Teil des riesigen Schlosses mit Kern aus dem 11. Jahrhundert
nur ein kleiner Teil des riesigen Schlosses mit Kern aus dem 11. Jahrhundert
die Ausstellungsmacher haben den Aufstieg zum Hambacher Fest mit Playmobil-Figuren nachgestellt, eine witzige Idee
die Ausstellungsmacher haben den Aufstieg zum Hambacher Fest mit Playmobil-Figuren nachgestellt, eine witzige Idee
Blick von der Burg auf Dörfer und Weinreben - und einen Atommeiler in Betrieb
Blick von der Burg auf Dörfer und Weinreben - und einen Atommeiler in Betrieb

Ein  Abendessen mit lokalem Wein im Gasthof Jägerstübchen bildete einen runden Abschluss des Tages. Zum Restaurant gehört ein ruhiger Garten nach hinten raus  mit Terrasse und Gartenzwergen am Miniteich, die Temperaturen reichten noch um 20.00 Uhr für einen Aperitif im Freien. Im Gespräch mit dem Kellner hatte ich den Eindruck, dass im Ort  jeder mit jedem verwandt ist, zumindest die Besitzer des Restaurants mit unseren Wirtsleuten im Rebenhof. Wo wir uns am nächsten Morgen noch mit 2 Kisten Wein eindeckten für die Mahlzeiten im Wohnmobil. Bei der angebotenen Weinprobe hielten wir uns angesichts der frühen Morgenstunde sehr zurück.

3| Ladenburg mit Bootsfahrt auf dem Neckar

Den richtig guten privaten Stellplatz Ladenburg fuhren wir zum 2. Mal an und fanden gerade noch ein einziges freies Plätzchen für unsere Maggie. Ein Wohnmobil machte eine der besten Parzellen frei, einen Eckplatz mit Rasenfläche zusätzlich. Dieser Stellplatz ist der einzige für Heidelberg-Besucher und auch sonst sehr begehrt und gut geführt. Am besten fand ich den Eismann, der seinen Wagen pünktlich zur Nachtischzeit auf den Platz steuerte mit lautem Klingelingeling. Auch Ladenburg selbst ist ein hübsches kleines Städtchen mit viel altem Gemäuer. Wir hatten Glück, der schöne Freitagsmarkt im Zentrum war noch in vollem Gange, und wir konnten lokale Produkte einkaufen für ein reichhaltiges Abendbrot.

 

zum Nachtisch eine Eistüte für die Damen und ein Schnäpschen für die Herren
zum Nachtisch eine Eistüte für die Damen und ein Schnäpschen für die Herren
Ladenburg
Ladenburg

Zwei Nächte blieben wir in Ladenburg, um einen Ausflug nach Heidelberg unternehmen zu können. Dabei benutzten wir drei Verkehrsmittel: Mit dem Zug ging es nach Heidelberg und dort vom Bahnhof mit der Straßenbahn in die Altstadt. Spontan enterten wir in letzter Minute ein auslaufendes Schiff, das uns auf dem Neckar bis nach Neckarsteinbach brachte, mit Platz in der Sonne auf dem Außendeck. Die Fahrt ging durch zwei Schleusen hindurch, zwischen denen wir am Ufer einen Stellplatz für Wohnmobile sahen und später noch einen Campingplatz.

 

In Neckarsteinbach ist man stolz auf vier Burgen, von denen eine sogar noch bewohnt ist, die anderen drei mehr oder weniger in Trümmern liegen. Dem Ort selbst konnten wir nicht viel abgewinnen. Im überquellenden Biergarten probierten wir Weißwürste mit süßem Senf und Leberkäse, Brezeln und Flammkuchen. Leider konnte keine dieser Spezialitäten die drei spanischen und meinen deutschen Gaumen überzeugen. Ist es wirklich wahr, dass in einer Gaststätte für viele Touristen keine Qualität geliefert werden kann?

 

ein schöner Blick auf das Heidelberger Schloss kurz nach dem Ablegenn
ein schöner Blick auf das Heidelberger Schloss kurz nach dem Ablegenn

Die drei Burgen unten zeige ich stellvertretend für die vielen, die an Rhein und Neckar hinter jeder Kurve auftauchen. Bitte fragt mich nicht, wo genau sie stehen und wie sie heißen, wir wissen es alle Vier nicht mehr.                                                                         

Wieder zurück in Heidelberg blieb uns noch Zeit für einen Bummel durch die Altstadt, aber das Gedränge an diesem sonnigen Samstag-Nachmittag war uns einfach zu viel. Vielleicht kommen wir auf einer anderen Reise wieder. Immerhin ist in Heidelberg die älteste Universität Deutschlands, von der wir diesmal nur die Mensa gesehen haben. Ist ja auch ein wichtiger Teil des Studentenlebens. Ein Vorteil des Alters ist die Erkenntnis, das man längst nicht alles gesehen haben muss. Schon gar nicht, wenn es mit Stress und Hetze verbunden ist und man seinen Kaffee nur gepresst zwischen Hausfassade und Massen von Innenstadt-Besuchern trinken kann.

4| Messe und Stabenfest in Nördlingen

Am Sonntagmorgen freuten sich unsere Freunde über die Frau am Steuer, als wir sie von ihrem Hotel abholten. Nach Nördlingen sind es 220 km, Gabriel und ich wechselten uns ab. So konnte jeder von uns mal ungezwungen mit den beiden auf der Bank am Tisch plaudern. Bei der Ankunft am späten Sonntagmittag überraschten uns die vielen Wohnmobile auf dem Stellplatz an der Kaiserwiese. Ich hatte ja keine Ahnung vom alljährlichen Volksfest just an diesem Wochenende, der Nördlinger Mess mit allem Drum und Dran. Jetzt konnte ich meiner spanischen Reisegruppe wirklich etwas bieten mit Dirndl und Lederhose, Bierzelt und Maßkrug. Dazu krachlederne Livemusik mit Hits von Udo Jürgens und Andreas Gabalier. Jugendliche schunkelten und tanzten auf den Holzbänken,  die großen Bierkrüge hatten die meisten auf den Tischen abgestellt. Mehr oder weniger Beschwipste walzerten oder stapften nur laut über die Planken am Zeltboden.

 

Im Ausland wird dieser bayerische Volksbrauch oft genug verwechselt mit ganz Deutschland, genauso wie die Deutschen den Flamenco mit seiner typischen Kleidung für spanisches Volkstum halten. Dabei stammt er aus Andalusien und wird auch nur dort gepflegt.

 

Stellplatz in Nördlingen mit Grünfläche vor der Aufbautür, auf der niemand das Aufstellen der Campingmöbel verbietet fürs Mittagessen
Stellplatz in Nördlingen mit Grünfläche vor der Aufbautür, auf der niemand das Aufstellen der Campingmöbel verbietet fürs Mittagessen

 

Um das Maß der Attraktionen voll zu machen, gab es am Montag-Vormittag noch einen entzückenden Kinderumzug, vorbei am Hotel unserer Freunde. Wir reihten uns ein in die Schaulustigen am Straßenrand. Das Stabenfest ist über 600 Jahre alt und feiert den Einzug des Frühlings. Die Kinder haben schulfrei und ziehen herausgeputzt unter viel Paukenschlag und Trommelwirbel durch die Stadt. Dabei tragen viele Mädchen Blumenkränze im Haar und die Jungen einen Stab mit einem Gebinde aus Frühlingsblumen an der Spitze. Ein schöner Umzug bei allerschönstem Wetter.

 

bunte Bänder, Blumen und Fahnen - verfremdet wegen Datenschutz
bunte Bänder, Blumen und Fahnen - verfremdet wegen Datenschutz
die Mamas sind das treueste Publikum - verfremdet wegen Datenschutz
die Mamas sind das treueste Publikum - verfremdet wegen Datenschutz
süße Knirpse am Straßenrand - verfremdet wegen Datenschutz
süße Knirpse am Straßenrand - verfremdet wegen Datenschutz
nicht süß und kein Knirps, aber schmücken wollte ich mich trotzdem - verfremdet wegen Faltenwurf
nicht süß und kein Knirps, aber schmücken wollte ich mich trotzdem - verfremdet wegen Faltenwurf

 

Nördlingen liegt im Einschlagkrater eines Meteoriten, der vor 15 Mio Jahren auf die Erde klatschte. Zu zweifelhaftem Ruhm der Stadt trug eine Welle von Hexenverbrennungen bei im letzten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts. Unter Folter "gestanden" die Opfer Namen anderer Frauen, darunter wohlhabende Witwen, die dann ebenfalls gefoltert und hingerichtet wurden. Einen einzigen Mann hat es dabei auch erwischt und auf den Scheiterhaufen geführt.

 

Heute besticht Nördlingen durch die gut erhaltene Stadtmauer, die auf einer Länge von über 2,5 km rund um die Stadt unter einem Dach begehbar ist. Praktisch für die Bürger, so können sie auch bei Regenwetter ihren Spaziergang machen.

 

ein Kinderreim fiel mir wieder ein bei unserem Rundgang: auf der Mauer, auf der Lauer
ein Kinderreim fiel mir wieder ein bei unserem Rundgang: auf der Mauer, auf der Lauer
im Mai 2018 strahlte Deutschland in voller Blüte, Blick von der Mauer in eine Grünzone der Stadt
im Mai 2018 strahlte Deutschland in voller Blüte, Blick von der Mauer in eine Grünzone der Stadt
Logenplätze zum Umzug-Gucken. Außerhalb dieses Tores stand unsere Maggie, innen das Hotel unserer Freunde
Logenplätze zum Umzug-Gucken. Außerhalb dieses Tores stand unsere Maggie, innen das Hotel unserer Freunde

5| Meersburg am Bodensee

Freudige Überraschung in Meersburg: Wieder lag das Hotel unserer Freunde wenige Meter hinter einer Mauer, wir konnten sie kurz davor absetzen. Sie zogen mit ihren Trolleys durch das Tor und waren sofort begeistert von dem Anblick des Städtchens, dessen Straßen und Gassen sich hinauf und hinab winden. Kaum eine ist eben. Und erst der Bodensee! Ein Binnengewässer, das mit großen Schiffen befahren werden kann. So etwas kannten sie aus Spanien nicht und auch mir wurde mit ihren Augen bewusst, wie reich Deutschland ist an  Wasser mit Flüssen und Seen, Teichen und gleich zwei Meeren. Was eigentlich all die Deutschen auf Mallorca wollen, wurde ich gefragt. Wo es doch so schön ist hier. Sonne und Wärme wollen sie, antwortete ich, aber das außergewöhnlich schöne Wetter in diesem Mai (und später den ganzen Sommer) sprach gegen meine Aussage.

 

Meersburg bietet gleich drei Stellplätze, wir hatten wieder Glück mit einer guten Parzelle auf dem Stellplatz Ergeten, dem nächsten zur Altstadt
Meersburg bietet gleich drei Stellplätze, wir hatten wieder Glück mit einer guten Parzelle auf dem Stellplatz Ergeten, dem nächsten zur Altstadt

Altstadt von Meersburg - Anklicken zum Vergrößern

Auch in Meersburg blieben wir zwei Nächte, um in Ruhe auf dem Bodensee schippern zu können. Auf einen Besuch der Blumeninsel Mainau verzichteten wir. Von Balkonen und Terrassen streckten sich uns in diesem Traum-Mai Geranienblüten in allen nur erdenklichen Farben entgegen, in Gärten und am Wegesrand wetteiferten Flieder und Goldregen. Wir entschieden uns für die knapp halbstündige Fahrt nach Unteruhldingen, um uns die Pfahlbauten dort anzuschauen. Doch kaum hatten wir das Schiff verlassen kamen wir an einem Bootsverleih vorbei, und unsere Freunde luden uns ein zu einer Tour über den See einschließlich Sonnenbaden an Deck und Blick auf Mainau.

 

Leider hielten auch die Würstchen an einem Imbiss in Unteruhldingen nicht, was ich in meinem Leichtsinn versprochen hatte, aber das traumhafte Wetter machte solche kleinen Pannen mehr als wett. Zumal es auf Mallorca kühl war und regnete.

 

Insel Mainau mit Schloss
Insel Mainau mit Schloss

Pfahlbauten in Unteruhldingen - Anklicken zum Vergrößern

6| Freiburg im Breisgau

Wir erreichten Freiburg über den Schwarzwald, machten wegen Regen (das einzige Mal!) aber nur einen kurzen Stopp am Titisee. Auf dem großen Parkplatz am Bahnhof gibt es extra Plätze und Tarife für Wohnmobile.  Vor vierzig Jahren habe ich in Hinterzarten im südlichen Hochschwarzwald gearbeitet und in Kirchzarten in der Nähe von Freiburg gewohnt. Jetzt war ich etwas enttäuscht von der Stadt. Wahrscheinlich habe ich sie in meiner Erinnerung verklärt. Wer mich nach vierzig Jahren wiedersieht, der ist womöglich genauso enttäuscht. Aber die Bächle, die gibt es noch, und bestimmt lohnt sich ein neuer Blick auf Freiburg. Ein anderes Mal, wir beschließen nur eine Nacht zu bleiben. Auch weil Stellplatz und Hotel 2,5 km auseinander liegen.

 

                       Restaurant-Hinweis in Titisee                                                   Bächle in Freiburg vor einem Schuhgeschäft

Abends aßen unsere Freunde in der Stadt in einem spanischen Restaurant und wir im Wohnmobil. Zum Glück hatte ich ihnen vorher erklärt, dass sich in Deutschland Unbekannte mit an den Tisch. In Spanien ist das ein unmögliches Verhalten. Sie hatten während ihrer Mahlzeit gleich drei "Mitesser" hintereinander und fanden das lustig, weil sie mit allen ins Gespräch kamen.

 

7| Nürtingen und Tübingen

Nürtingen war die letzte Station unserer Reise zu Viert, Gabriel und ich danch noch zwei Monate unterwegs. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für eine Fahrt mit dem Zug nach Tübingen oder in die Outlet-Citiy Metzingen, mit dem Bus kommt man zum Mercedes-Museum in Stuttgart. Das ist absolut lohnenswert auch für Nicht-Stern-Fahrer. Vor allem die Einbindung in die jüngere deutschte Geschichte hat micht überzeugt. Auch zum Flughafen ist es nicht weit, das Taxi at 30 € gekostet. Wir kotnnen unsere Freunde bequem am Hotel absetzen und fanden auf dem Stellplatz Plätschwiesen einen guten Platz für Maggie.

Stellplatz Plätschwiesen - Anklicken zum Vergrößern

In Tübingen erging es uns wie in Heidelberg, die Stadt war vollkommen überlaufen. Kein Wunder bei dem verlängerten Wochenende (Himmelfahrt). Trotzdem spazierten wir durch die Altstadt, kauften auf dem Markt ein und gingen auch zum Schloss hoch, wo schon deutlich weniger Besucher waren. Nicht von ungefähr heisst der fast quadratische Bau mit dem riesigen Innenhof Schloss Hohentübingen. Uns fielen die vielen jungen Menschen in der Stadt auf. Kein Wunder, laut studis-online.de stellen die Studenten aktuell 31 % der Bevölkerung.

 

Nicht auszuhalten waren die Menschenmassen am frühen Abend in der Outletcity Metzingen. Ich weiss nicht, warum ich nur zwei oder drei Läden erwartet hatte, schließlich ist eine City eine Stadt. Eine Stadt mit Läden aller Marken, die Rang und Namen haben, und alles outlet outlet outlet. Gabriel und ich wussten genau was wir wollten und steuerten zielstrebig auf den Levis-Shop zu, den wir mit drei guten Exemplaren zum Preis von zwei wieder verließen. Ein erschöpfender Kauf war das,  an ruhigen Tag mag man anders fündig werden.

 

Eindrücke aus Tübingen

 

In Nürtingen lohnt sich ein Besuch im Restaurant Schlachthofbräu, ein ehemaliger Schlachthof, in dem heute Bier gebraut und Gäste bewirtet werden. Eine ungezwungene Atmosphäre in ungewöhnlichem Ambiente.

An unserem letzten gemeinsamen Abend bot Nürtingen uns eine Überraschung. Die Geschäfte und Restaurants vor allem in der kleinen Altstadt hatten offiziell bis Mitternacht geöffnet, manche schlossen ihre Türen auch erst später. Ein sommerwarmer Abend mit fast mediterranem Flair, an dem unsere Gäste noch in der Nacht Mitbringsel für ihre Enkel kaufen konnten. Was für ein schöner Abschluss eines gelungenen Experiments: Zusammen reisen, getrennt übernachten in Wohnmobil und Hotel.