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Umwelt zwischen Schmutz und Schutz

Keine Frage, Diesel verpestet die Luft. Blöde, dass wir  das nur vermeiden können, wenn wir aufs Reisen im Wohnmobil verzichten. Andreas und Claudia haben genau das getan. Ihr Wohnmobil ist zum Tiny House geworden, und sie bewegen sich nur noch zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn. Nachzulesen in ihrem Blog 14 qm. Höchst ehrenwert, aber wir werden ihnen trotzdem nicht nacheifern.

 

Gabriel und ich wollen erst dann auf Maggie verzichten, wenn eine oder einer von uns Dreien nicht mehr kann. Hinsichtlich Umweltschutz haben wir jedoch auf unseren Reisen eine Menge dazugelernt. Vor allem Gabriel fährt sehr umsichtig und verbraucht nicht mehr als 9,5-9,8 l/km, dabei werden unsere Tagesstrecken immer kürzer.

 

3 Solarpaneelen sind fest montiert, und Gabriel denkt über weitere nach, flexible auf der Rundung über dem Hubbett. Damit könnten wir auch unsere Klimaanlage unbedenklich nutzen und bräuchten kein Gas mehr zum Heizen. (siehe Nachtrag unten)

 

Glas, Plastik und Papier kommen bei uns in eine Tüte im Eingangsbereich, die bei der nächstbesten Gelegenheit in die entsprechenden Container geleert wird. Und wenn diese Gelegenheit 1 oder 2 Tage auf sich warten lässt, dann verschwindet die volle Tüte eben solange in der Garage. 

 

 

 Symbolfoto

 

Im Laufe der Jahre haben wir uns zu Meistern im Wassersparen entwickelt. Mit unseren 120 Litern kommen wir im Schnitt 3 Tage aus. Abgesehen vom sparsamen Duschen und Handwäsche nur dann, wenn sich genügend Socken etc. angesammelt haben, gehören dazu so kleine Spleens wie das Ausschütten des Eier-Kochwassers auf schmutziges Geschirr.  

 

Einige Erfahrungen in Sachen Energieersparnis haben nicht nur wir vom mobilen auf das stationäre Wohnen übertragen. Zuhause bügle ich weitaus weniger als früher, streiche Hemden und Hosen auf dem Tisch glatt und finde das Ergebnis immer öfter präsentabel. Und anstatt das morgens frisch angezogene T-Shirt abends automatisch in den Wäschekorb zu legen, überprüfe ich es auf Flecken und Achselgeruch. Wenn beide Proben negativ sind, was oft tagelang vorkommt, ziehe ich es am nächsten Tag wieder an oder hänge es in den Schrank. Seit wir auf langen Reisen nur ca. alle 2 Wochen einen Waschsalon aufsuchen, waschen wir auch zuhause unsere Sachen nicht mehr kaputt, sondern tragen sie auf.

 

Wohnmobile sind umweltschädlich, keine Frage. Aber nichts im Vergleich zu Flugzeugen und Kreuzfahrtschiffen!

 

Nachtrag 22.11.25: Seit einiger Zeit schon zieren unser Dach 8 Solarpaneelen, die sogar fast immer ausgezeichnet funktionieren, wenn nicht gerade ein Sahara-Regen darauf geprasselt ist. (siehe auch meinen Artikel dazu) Das bedeutet, dass wir den Kühlschrank tagsüber oft über diesen selbst produzieren Strom laufen lassen und damit noch mehr Gas sparen. Wobei ich das Sparen jetzt nicht finanziell meine, sondern in Bezug auf Umweltschutz. 

 

Wobei man nie vergessen darf, dass die Herstellung der Solarpaneelen natürlich auch Energie und Material verbraucht. Es braucht einige Jahre, bis sich das amortisiert. Oben schrieb  ich "kein Gas zum Heizen", was ziemlich naiv von mir war. Wenn wir morgens und abends kurz die Heizung einschalten, also nicht wir, sondern ich, läuft sie über Gas. 

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