Fazit Polen-Baltikum-Reise im Wohnmobil

Nachdem wir bei Görlitz die Grenze zu Polen passiert hatten, winkten uns auf den ersten 50-100 km mehrere Schilder mit dem deutschen Wort Autohandel zu. Unwillkürlich rief mir dieser Anblick den Slogan in Erinnerung: Reisen Sie nach Polen, Ihr Auto ist schon dort!  Und ich fragte mich, ob die Skepsis vieler vor einer Reise nach Polen nicht doch berechtigt sei.

Ist sie nicht, sagen wir heute, ganz und gar nicht. Mit denselben Sicherheitsmaßnahmen wie in anderen Ländern auch  fühlten wir uns sicher und willkommen. In Polen wie im Baltikum.

 

 

ENTSPANNUNG PUR

 

Hier auf dem Campingplatz Marijampole in Litauen. Stellplätze fanden wir kaum, dafür aber ausreichend Campingplätze, die wir normalerweise nicht so gern anfahren. Auf dieser Reise war das anders, die Campingplätze im Osten sind vielfach großzügiger angelegt und es geht dort lockerer zu als andernorts. Und sie sind vor allem in Polen deutlich billiger als z.B. in Deutschland oder Frankreich. Manchen gefällt ein strenges Reglement besser, wir mögen es lieber etwas wild und nehmen dafür gern ein wenig Unordnung in Kauf. Toilette und Dusche benutzen wir sowieso unsere eigenen im Wohnmobil.

 

 

 

 

 

NOCH FRAGEN ZUR VERSORGUNG?

 

Von Polen bis Estland gibt es wirklich alles, was der deutsche Verbraucher wünscht, von Rossmann über Fielmann bis zu diesem Kaffeesortiment, gesehen im Supermarkt Auchan wenige Kilometer vor der Grenze zu Russland. Natürlich nicht in den kleinen Dörfern, aber in Städten mangelt es an nichts. Mancherorts auch nicht an Media Markt oder Bauhaus.

 

Nur deutsche Banken haben wir nicht gesehen, die scheinen hier kein Geschäft zu wittern. In Polen hat die spanische Bank Santander in fast jedem Ort Fuß gefasst, in dem sich auch einen Supermarkt findet; im Baltikum ist es die skandinavische Swedbank. 

 

 

 

LÄRMSCHUTZ AN DER AUTOBAHN

 

wird in Polen fast so groß geschrieben wie Naturschutz. Oft kann man die hinter den hohen Wänden liegende Landschaft nur erahnen und ergeht sich in Vermutungen, ob wohl ein Dorf oder eine kleine Ansiedlung von Bauernhöfen hier vor dem Lärm geschützt wird oder doch nur eine Herde weidender Kühe. 

 

 

 

 

STRASSENZUSTAND UND MAUT

 

Auf Autobahnen und den großen Landstraßen gibt es keine Probleme, aber abseits davon kann es schon mal holprig werden, wo der Asphalt unter der Last der vielen Lkw's zusammengebrochen ist. Oder sandig und steinig wie auf diesem Foto. Angeblich sind in Lettland 80 % der Straßen nicht asphaltiert. Da wird es dann staubig oder matschig, je nach Wetterlage.

 

 In Litauen, Lettland und Estland sind Wohnmobile von Mautgebühren befreit, egal was sie wiegen (Stand 2019).

In Polen müssen alle Fahrzeuge über 3,5 t zahlen, abgerechnet wird über eine sogenannte Viatoll-Box, die es an bestimmten Tankstellen oder anderen zugelassenen Stellen gibt und an der Windschutzscheibe vorn befestigt werden muss. Gezahlt wird im voraus, bei Abgabe bekommt man das für die Box hinterlegte Geld und die zuviel gezahlte Gebühr zurück. Wir sind bei Görlitz über die Grenze gefahren und nahe Stettin zurück, in beiden Fällen war zwar die Bürokratie zeitaufwändig, aber die Abrechnung bis auf den Cent korrekt. Uns wurde sogar eine genaue schriftliche Abrechnung per Briefpost nach Hause geschickt.  

 

 

 

ALLES IN ALLEM

 

war es eine tolle Reise. Wir haben so viele freundliche und hilfsbereite Menschen kennengelernt und können aus einer Fülle an schönen Erinnerungen schöpfen, dass wir noch ganz lange etwas davon haben werden. 

 

In diesem Sinne ein herzliches

Zum Wohl in Richtung Osten!

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